Tag Archives: Schulden

Wie sich nach einem Euro Zusammenbruch die nationalen Währungen entwickeln würden

Schon vorweg: Es wird jetzt sehr theoretisch.
Vor allem die Britischen Banken rechnen derzeit das Ende des Euro nach. Aber auch die EZB und die nationalen Notenbanken werden wohl nicht ganz untätig sein. 
Die Analysten der ING in London haben simuliert, wie sich ein Euro Zusammenbruch und die Einführung der alten Währungen auf die jeweilige Währung auswirken könnte (aus Sicht des britischen Pfunds).

So würde die griechische Drachme wohl am stärksten abwerten. Die D-Mark am stärksten aufwerten.

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Die Frage ist nicht ob, sondern wann Österreich das Tripple A verliert

Laut Die Presse (die „Finanzexperten“ zitieren) dürfte Anfang Dezember zunächst der Ausblick von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt werden (von Moody’s), bevor dann irgendwann Anfang 2012 das Rating tatsächlich um einen Notch gesenkt wird, also auf ein AA+. Im Markt gab es aber bereits auch Spekulationen, dass es auch ein AA werden könnten (also zwei Notches weniger).

Es gibt ja Experten, die behaupten Österreich sei weit entfernt davon das Tripple A zu verlieren. Die Verschuldung sei ja deutlich unter dem EU Durchschnitt. Und auch das Defizit sei ja nicht so hoch.

 

Andrerseits vergleicht man die österreichischen Daten mit jenen von Finnland oder den Niederlanden, die von der Größe her vergleichbar sind und die ebenfalls beide Tripple A haben, dann stehen wir nicht gut da. Denn dann erscheint die Bestnote rein nach Verschuldungsquote und Neuverschuldung nicht angemessen. Führt man sich dazu noch die Risiken der Banken in Osteuropa vor Augen (und den Kapitalbedarf), dann müssten wir mit einem AA auch schon zufrieden sein.

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Vergleich US-Geldpolitik von 1939 mit 2011

Ein kleiner historischer Rückblick:

“We have tried spending money. We are spending more than we have ever spent before and it does not work… We have never made good on our promises…. I say after 8 years of the administration we have just as much unemployment as when we started, and an enormous debt to boot!”

Henry Morgenthau, US-Finanzminister zur Zeit des „New Deal“ Mai 1939

Ein kleiner Wochenrückblick:

“Overall, the economic recovery appears to be continuing at a moderate pace, albeit at a rate that is both uneven across sectors and frustratingly slow from the perspective of millions of unemployed and underemployed workers”

Ben Benanke, derzeitiger Fed-Vorsitzender, 1 Woche vor Beendigung des QE2-Programms 22.06.2011

Die Methoden zur Krisenbekämpfung einst und heute und die damit erzielten Resultate sind verblüffend ähnlich. Exakt drei Jahre nach der Rede von Henry Morgenthau und mit einem S&P 500, der bis dahin weitere 34% einbüsste, begann die nachhaltige Erholung des US-Aktienmarktes.

Quelle: Erste Bank Research