Wenn das Kapital knapp wird: MEL, A-Tec, SkyEurope & Co

AlleSchulden machen alle Unternehmen. Das ist wohl kaum vermeidbar und auch nichts Schlechtes. Doch einige AGs lehnen sich zurzeit etwas weit aus dem Fenster und riskieren damit ihre Existenz. Vor einigen Monaten wäre das gar nicht so besonders aufgefallen. Noch ein Kredit mehr, Anleihenbegebungen oder eine weitere Kapitalerhöhung. Alles kein Problem, solange genügend Kapital vorhanden und das Geld billig ist. Doch wehe wenn auf einmal etwas an den Märkten passiert, beispielsweise ein paar Amerikaner ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen können oder Ferienhäuser irgendwo in Spanien nicht mehr gekauft werden. Wenn Unternehmen die Zinsen nicht rechtzeitig durch Caps und/oder Swaps abgesichert haben und von Krediten leben (müssen) oder frisches Kapital benötigen, dann haben sie ein Problem. Niemand möchte mehr sein Kapital riskieren und diejenigen die Geld verleihen wollen, tun das nur gegen einen höheren Risikoaufschlag.

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Warum man in MEL (nicht) investieren sollte

Meinl European LandÜber Meinl wurde ja in letzter Zeit viel berichtet und auch ich habe schon einiges über die Mohrenkopf Unternehmen (MEL, MAI, MIP) geschrieben, vielleicht schon zu viel. Daher möchte ich nach diesem Text nichts mehr über Meinl schreiben. Das wichigste wurde eigentlich schon gesagt. Nun aber doch zum eigentlichen Artikel.

Warum soll man in Mel (nicht) investieren?

Das aus der Kapitalerhöhung im Frühjahr eingesammelte Geld, welches eigentlich für Projekte und weitere Investments verwendet werden hätte sollen, ist jetzt nahezu zur Gänze in den eigenen Aktien bzw. Zertifikaten geparkt. Und zwar zu einem Kurs der vielleicht irgendwann einmal in den nächsten zwei Jahren aufgrund der positiven NAV Entwicklung gerechtfertigt gewesen wäre. Doch das Aktienrückkaufprogramm war ein gewaltiger Schuss nach hinten und belastet jetzt den Nettovermögenswert des Unternehmens (nachhaltig). Würde man die Aktien wieder verkaufen, würde damit nicht nur der Aktienkurs weiter sinken, müsste man riesige Verluste realisieren und das würde die GuV demolieren.

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Meinl Airports und die Bürde des Geldes

Meinl Airports InternationalEin Frage-Antwort Spiel zur aktuellen Situation der Meinl Airports International Aktie.

F: Was passiert wenn jemand viel Geld hat und damit es nicht verfällt sich so bald wie möglich ein Gut kaufen muss, das eigentlich sehr selten ist und man es kaum findet?

A: Jede(r) wird alles daran setzen, dass dieses Geld nicht wertlos wird. Folglich wird man unter Druck geraten um dieses spezielle Gut so bald wie möglich zu finden. Jedoch werden Sie keine Kosten scheuen um dennoch das Gut zu bekommen.

F: Was passiert aber wenn Menschen unter Druck arbeiten und etwa Geld veranlagen müssen?

A: In solchen Situationen machen Menschen verständlicherweise oftmals Fehler. Womöglich geben sie zu viel Geld aus oder kaufen gar etwas Falsches bzw. Schlechtes. Die Hauptsache ist doch, dass sich das Geld vor dem Ablauf des Ultimatums nicht mehr in der eigenen Tasche befindet, denn dann hätte man ja nichts davon gehabt. Man wird mit dem Gut zufrieden sein (müssen), egal ob man diese Sache kaufen wollte oder nicht.

F: Nun ja, das ist alles schön und gut und auch (hoffentlich) verständlich, aber was hat das alles mit Meinl Airports International (MAI) zu tun?

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Der tiefe Fall der Meinl Aktien

Es ist schon ein paar Tage her, dass dieser Bericht ausgestrahlt wurde (letzter Mittwoch), aber erstens war ich im Urlaub und zweiten fasst der Bericht die Geschehnisse rund um die Meinl Aktien (v.a. MEL) ganz gut zusammen. Außerdem spricht Julius Meinl V. persönlich in einem Interview über die Vorfälle (dabei aber nichts Neues) und das gibt’s auch nicht jeden Tag. Diese Maßnahme gehört ebenfalls zur dringend notwendigen Öffnung des Meinl Managements und seinen Methoden gegenüber den Investoren.

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Quelle: ORF