Zockerpapier: Meinl European Land

Puppe an SchnurUnten lesen Sie, was Stop-Loss-Limits bei Aktien bewirken können. In diesem Fall geht’s um die sehr volatile Meinl European Land. Außerdem, sollte das stimmen, dann braucht es niemanden wundern, dass ÖsterreicherInnen ungern in Aktien investieren.

Am Mittwoch passierte gleich zur Handelseröffnung jedenfalls Merkwürdiges: Der Kurs der MEL wurde durch zahlreiche kleinere Trades in den ersten zehn Handelsminuten um fast 16 Prozent auf das Rekordtief von 7,4 Euro gedrückt. Dann sprang ein Großinvestor auf die Bühne, der in 13 Einzeltrades rund 250.000 MEL-Zertifikate um maximal 8,05 Euro, also weit unter dem Schlußkurs des Vortages erwarb. Danach pendelte sich der Kurs für den Rest des Tages wieder bei rund 8,20 Euro (minus sechs Prozent) ein.

Das Spiel war in den vergangenen Wochen schon mehrfach beobachtet worden, noch nie freilich in diesem Umfang. Beobachter interpretieren das so, dass ein potenter Investor massiv billig zukauft. Nicht, ohne vorher jeweils zusätzlich den Kurs zu drücken, was bei einem sehr volatilen „Zockerpapier“ wie den MEL-Zertifikaten relativ klaglos funktioniert.

Für die verbliebenen Alt-Zertifikateure bedeutet das freilich nichts Gutes: Sollte demnächst, was wahrscheinlich ist, ein Großaktionär einsteigen und im Gefolge ein Übernahmeangebot legen, dann ist der bisher genannte Übernahmepreis von zwölf bis 13 Euro je Zertifikat bereits in weite Ferne gerückt. Der Preis würde sich in diesem Fall nämlich nach dem Durchschnittskurs der vergangenen Wochen richten – und der liegt deutlich unter zehn.

Quelle: Presse


Börsegeflüster: Meinl, Banken und Autobauer

Geflüster BildDie wildesten Gerüchte gibts ja bei Meinl European Land. Dort sollen sowohl das externe Management als auch ‘Partly Paid Shares’ verkauft werden und zwar an eine Investmentbank. Über ein limitiertes Übernahmeangebot zwischen 12 und 13 Euro würde diese die Sperrminorität (>25%) an der Gesellschaft erwerben. MAI und MIP droht ein ähnliches Schicksal.

Das Ostgeschäft von Raiffeisen International und der Erste Bank könnte zusammengelegt werden. Dies ist zwar lediglich ein wages Gerücht und wird von beiden Seiten dementiert, jedoch würde ein Zusammenschluss Sinn machen. Beide sind im Osten lediglich an zweiter (EBS) und dritter (RIBH) Stelle. Gemeinsam wäre man stärker, ist die Überlegung. Zudem gäbe es sicherlich genügend Synergien aber auch einiges an Konfliktpotenzial. Eine Zusammenarbeit von Erste Bank und Raiffeisen ist für viele so vorstellbar wie eine Freundschaft zwischen Hund und Katze.

Daimler und BMW fusionieren (natürlich) nicht, könnten aber sehr bald eine Zusammenarbeit in der Entwicklung verkünden, ähnlich wie Porsche (Cayenne) und VW (Touareg).

Quelle: div. Meldungen


Was MEL-Zertifikationäre alles falsch gemacht haben

Meinl European LandMeinl European Land Investoren haben sehr viele Fehler begangen, die man bei Aktien-Veranlagungen eigentlich nie machen sollte. Diese Fehler sind perfekte Beispiele um für zukünftige Investments zu lernen.

„Meinl ist ein traditionsreicher Name, das Investment ist seriös“

„Mein Anlageberater hat mir MEL empfohlen“

„Ich habe die Aktie gekauft und werde dieses Kurstief aussitzen“

„Ich habe bei fallenden Kursen nachgekauft, was den durchschnittlichen Einstiegskurs verringert“

„Immobilien sind eine sichere Anlage“

„Das Zertifikat notiert weit unter seinem inneren Wert, es wird also hoffentlich wieder steigen“

„Jetzt gibt es Einstiegskurse“

Ich hoffe Sie könen selbst nachvollziehen, warum man sich auf diese Sprüche nicht verlassen darf. Detaillierter sind die ’7 Todsünden der Meinl-Aktionäre’ in einem Artikel auf der ‘Presse’-Homepage nachzulesen.

Mein persönliche Empfehlung: Vorsicht vor Aktien die Werbung mit schönen langen Frauenbeinen machen. ;)