Die neuen Ratingeinschätzungen der Eurozone von S&P (Jan 2012)

Rating Veränderungen von S&P vom 13.01.2012:
Es gab nicht nur Rating-Abstufungen. Im Fall von Deutschland wurde der Ausblick sogar auf ‘stabil’ erhöht (von zuvor ‘negativ’). Finnland, die Niederlande und Luxenburg dürfen ihr AAA Rating zurecht behalten.
Frankreich und Österreich geben ihr AAA ab, ebenso zurecht. Hier noch einmal die Erinnerung warum zurecht.

  Rating alt  Rating neu
Belgien  AA (neg)  AA (neg)
Deutschland  AAA (neg)  AAA (stabil)
Estland  AA- (neg)  AA- (neg)
Finnland  AAA (neg)  AAA (neg)
Frankreich  AAA (neg)  AA+ (neg)
Griechenland  CCC (neg)  CC (neg)
Italien  A (neg)  BBB+ (neg)
Irland  BBB+ (neg)  BBB+ (neg)
Luxemburg  AAA (neg)  AAA (neg)
Malta  A (neg) A- (neg)
Niederlande  AAA (neg)  AAA (neg)
Österreich  AAA (neg)  AA+ (neg)
Portugal  BBB- (neg)  BB (neg)
Slowakei  A+ (neg)  A (stabil)
Slowenien  AA- (neg)  A+ (neg)
Spanien  AA- (neg)  A (neg)
Zypern  BBB (neg)  BB+ (neg)

Quelle: Raiffeisen


Welt-Leitwährungen der letzten Jahrhunderte

Keine Währung bleibt ewig eine Welt-Leitwährung. So auch beim Dollar. Irgendwann (für manche früher) wird der Dollar seine Funktion wohl als Welt-Leitwährung verlieren. Damit einhergehen dürften auch die USA irgendwann weltweit dominante Position verlieren, möglicherweise an China oder Indien. Künftig ist dann der Yuan oder die Indische Rupie die Welt-Leitwährung Nr. 1.

Quelle: Source: JPM, Hong Kong Monetary Authority, December 2011 via Zerohedge


Vergessen Sie Griechenland oder Italien, an den Zahlen gemessen ist Japan das große Problem

Hier etwas für Chart-Fetischisten, die auf schöne, große, runde Charts stehen. ;)
Die folgende Grafik zeigt den absoluten Schuldenstand Japans im Verhältnis zu anderen wichtigen Nationen wie den USA, aber insbesondere auch zu den “Problemfällen” Griechenland und den anderen EU-Staaten.
Natürlich nichts neues dabei, aber auch die Verschuldungssituation der EU-Staaten war nicht neue, bis der Markt auf einmal ‘njet’ sagte und die Zinsen explodierten.

Quelle: Econmatters


Die Frage ist nicht ob, sondern wann Österreich das Tripple A verliert

Laut Die Presse (die „Finanzexperten“ zitieren) dürfte Anfang Dezember zunächst der Ausblick von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt werden (von Moody’s), bevor dann irgendwann Anfang 2012 das Rating tatsächlich um einen Notch gesenkt wird, also auf ein AA+. Im Markt gab es aber bereits auch Spekulationen, dass es auch ein AA werden könnten (also zwei Notches weniger).

Es gibt ja Experten, die behaupten Österreich sei weit entfernt davon das Tripple A zu verlieren. Die Verschuldung sei ja deutlich unter dem EU Durchschnitt. Und auch das Defizit sei ja nicht so hoch.

 

Andrerseits vergleicht man die österreichischen Daten mit jenen von Finnland oder den Niederlanden, die von der Größe her vergleichbar sind und die ebenfalls beide Tripple A haben, dann stehen wir nicht gut da. Denn dann erscheint die Bestnote rein nach Verschuldungsquote und Neuverschuldung nicht angemessen. Führt man sich dazu noch die Risiken der Banken in Osteuropa vor Augen (und den Kapitalbedarf), dann müssten wir mit einem AA auch schon zufrieden sein.

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