Tag Archives: Banken

Wie sich Unternehmen in den USA und Europa finanzieren

Was aufällt ist, dass die Finanzierung in den USA häufiger über den Anleihenmarkt abläuft, also über Anleihenemissionen. In Europa dagegen sind die Unternehmen mehr an Banken gebunden. Der Chart sagt viel über die Entwicklung des Kapitalmarkets aus. Das hinkt Europa hinterher.

Auch die Abhängigkeit von den Banken in der EU ist viel höher. Wenn es dann zu einer konjunkturellen Abschwächung kommt, sind die Banken anfälliger gegenüber Kredit- und Zahlungsausfällen. Die Stabilität des Finanzsystems ist damit geringer.

Quelle: Barclays via Zerohedge

UniCredit Kapitalerhöhung: Burn baby burn

Alle Jahre wieder macht die UniCredit eine Kapitalerhöhung, so auch heuer. Und auch heuer sollte man die Finger davon lassen. Die Aktie ist ein Fass ohne Boden und ein Spielball von Zockern/Shortern.

Kapitalerhöhungen der UniCredit SpA

Jan 2009 –> 3.000 Mio. Euro
Jan 2010 –> 4.000 Mio. Euro
Jan 2012 –> 7.500 Mio. Euro
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Macht in Summe 14,5 Mrd. Euro in den letzten drei Jahren

Börsewert der UniCredit heute: 9,3 Mrd. Euro

 

Platzen der Finanz-Blase vergleichbar mit Platzen der Dotcom-Blase?

Ist ein Platzen der Immobilienblase in den USA, die zum Bersten der weltweiten Finanz-Blase geführt hat, mit dem hochgehen der Internet-Blase aus dem Jahr 2000 vergleichbar? Durchaus. Seitdem haben sich die Aktienkurse der meisten Internet-Unternehmen nie wieder richtig erholt. Ähnliches könnte den Banken-Aktien drohen.

Wer kauft noch Commerzbank Aktien?

Sollte es tatsächlich zu einer zweiten (eigentlich die dritte, da die erste auf zwei Tranchen ausgelegt war) Kapitalerhöhung innerhalb des heurigen Jahres bei der Commerzbank kommen, traue ich mich wetten, dass niemand mehr neue Aktien erwerben würde. Warum nicht?

Erstens weiß niemand wirklich was man da für ein Unternehmen tatsächlich kauft. Welche und wie viele Giftpapiere sind tatsächlich noch in der Bilanz der Bank versteckt? Wie viele Staatsanleihen von welchen Ländern sind enthalten? Die Unklarheiten und folglich auch die Risiken sind groß.

Zweitens werden die Aktien wohl zu einem sehr niedrigen Kurs (wahrscheinlich dann unter 1 Euro) in den Markt kommen. Für die bestehenden Aktionäre und für diejenigen die bei der Kapitalerhöhung vor ein paar Monaten mitgemacht haben ist die Kursentwicklung eine Katastrophe. Auf -60% Kursverlust sitzen jene, die damals gezeichnet haben. Sie investieren in ein Unternehmen, das offentlich nicht erfolgreich arbeitet.

Drittens: wer kann eigentlich sagen, dass es das letzte Mal ist, dass die Aktionäre zur Kasse gebeten werden? Niemand. Solange die Risiken nicht geklärt sind, sollte wohl jeder vernünftige Aktionär die Finger von der Bank lassen. Alles andere ist pure Spekulation auf dass alles wieder gut wird. Eine unrealistisch schöne Gute Nacht Geschichte.

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Wie Hedge Fonds gegen Staaten spekulieren und die Rolle der Banken

Im Prinzip ist es ganz einfach, entweder sie spekulieren mithilfe von Leerverkäufen von Anleihen oder über die berümt berüchtigten Credit Default Swaps (CDS). Dabei liefern Investmentbanken (auch Investmentabteilungen von Geschäftsbanken) die notwendige Infrastruktur, z.B. Verleih von Anleihen, Vermittlung von Swaps. Die Banken liefern quasi die Munition.

Genauso wird auch gegen Banken spekuliert.  Die Hedge Fonds sind ständig auf der Suche nach den besten Munitionslieferanten. J.P. Morgan, Golman Sachs, Deutsche Bank oder UBS? Die Banken wiederum leiten Gelder in diese Hedge Fonds weiter, die wiederum gegen die eingenen Kunden spekulieren. Die Staaten sind dann wieder dafür da um diese Banken zu stützen. Eine Tragikomödie durch und durch. :)

Quelle: FAZ