Die „anderen“ Risiken für 2012

„Hard landing“ in China (das hatten wir schon)

Währungskriege („Abwertungswettlauf“) und Protektionismus
Sehr ersthaftes Thema. Madame Lagarde hat vergangene Woche davor gewarnt. Könnte eines der wichtigsten Themen für die nächsten Jahre werden. Werde sicherlich hier noch weitere Informationen dazu nachliefern.

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Ölpreis Einschätzung Juni 2011

–> Kurzfristige Erwartung (für die nächsten Wochen): Stabilisierung nach Korrektur (=Seitwärtsphase)
- Weltweite Nachfrage 2011 schwächer als 2010
- hohe Ölpreise drücken Nachfrage, US-Nachfrage schwächer als erwartet
- Börsen verschärfen Regeln für Händler (höhere Margin-Anforderungen machen Spekulation teurer)
- ausreichendes weltweites Angebot
+ geopolitische Spannungen (Nordafrika und Golfregion) als potenzieller Risikofaktor
+ Überverkaufte charttechnische Lage

–> Mittelfristig: volatile Seitwärtsphase für die nächsten Monate (100 – 120 USD je Barrel )
+ robuste globale Wirtschaftstätigkeit
- ausreichendes Angebot

Quelle: div. Analysen (GS, DB, CS, …)


Leitzinsen Einschätzung Mai 2011

Die jeweils aktuellen Zinsprognosen finden Sie hier.

Federal Reserve (FED)
Erste Zinserhöhungen werden von den meisten Analysten erst Anfang 2012 erwartet. Es gibt aber auch deutliche Diskrepanzen bei den Schätzungen. Goldman Sachs beispielsweise rechnet nicht mit Anhebungen vor 2013.

Europäische Zentralbank (EZB)
Die EZB hat Anfang April erstmals wieder den Leitzins seit der Finanzkrise angehoben, auf nun 1,25%. Bis Jahresende rechnen Marktbeobachter zwei weiteren Erhöhungen auf dann 1,75%.

Schweizer Nationalbank (SNB)
Eine erste Anhebung des Leitzinses wird für September erwartet auf 0,5%. Danach noch eine im Dezember auf 0,75%.

Bank of Japan (BoJ)
Keine Erhöhungen erwartet. Anhaltende Deflation.

Bank of England (BoE)
Leitzinsanhebung gegen Ende des Jahres erwartet.

Quelle: Konsenserwartungen aus diversen Medien


Blick in die Investmentzukunft: Vier „verrückte“ Ideen für 2030

Aus einer aktuellen Analyse von Credit Suisse:

Die Ölpreise dürften zuerst auf USD 250 steigen und danach auf USD 25 fallen.

  • Nachfrage und Kapazitäten sprechen für einen 10–15-jährigen Aufwärtstrend.
  • Hohe Preise beflügeln alternative Energien, sodass Ölpreise nach 2030 einbrechen könnten.

Steigende Inflationsrisiken dürften Renditen von Staatsanleihen verdoppeln.

  • Die Ära rückläufiger Inflation geht zu ende. nun besteht das Risiko eines Teuerungsanstiegs.
  • Abbau der Überschüsse in China, Japan und der OPEC könnten Renditen steigen lassen.

Marokko und Ägypten könnten höhere Renditen generieren als China

  • Länder, die einen politischen Wandel durchlaufen, haben gute langfristige Wachstumsaussichten.
  • Nach Regimewechseln kann es Jahre dauern, bis ein überdurchschnittliches Wachstum einsetzt.

Drei neue Informationsunternehmen und das Ende von Banken in ihrer heutigen Form

  • Neue Technologien fördern neue Netzwerke und Verhaltensweisen.
  • Dienstleistungen und die Fertigung von Gütern verlagern sich zum Konsumenten.

 

Quelle: Credit Suisse


Sell in May: Schwierige Aktienmonate voraus

Die Entwicklung des Aktienmarktes während der Sommermonate ist (historisch betrachtet) am schlechtesten:

Die Branchen mit der besten Performance in dieser Zeit: Pharma und Nicht-zyklische Konsumgüter. Die Pharamabranche ist historisch gesehen sehr niedrig bewertet und das eine oder andere Unternehmen wäre interessant:

Also ich rechne auch eher mit einer Seitwärtsphase in den kommenden Wochen/Monaten, wo die Defensive eher gefragt sein wird.
Vor allem die bevorstehende Griechenlandpleite und das Ende von QE2.0 Ende Juni könnte für Volatilität sorgen.

Quelle Grafiken: FAZ