Im ATX ist der Wurm drinnen

Der österreichische Leitindex kommt nicht vom Fleck, trotz positiver Vorgaben aus Amerika und Deutschland. Aktuell tendiert der Index seitwärts, bzw. fällt leicht. Möglicherweise bremst die Furcht vor weiteren Gewinnrevisionen bei der Telekom Austria oder Voest etwa. Verbund und EVN verlieren auch deutlich. Dazu hält der sinkende Ölpreis die OMV in Schacht. Die Finanzspezialisten haben zwar eine super Performance, können die Karre jedoch auch nicht aus dem Dreck ziehen. Also irgendwie ist da der Wurm drinnen.

Charttechnisch befinden wir uns immer noch in einem Dreick, welches einfach nicht aufgelöst werden will. Achtung: bei der Auflösung drohen starke Kursschwankungen. Hoffentlich steht man dann auf der richtigen Seite.


ATX: Die Geburt eines neuen Trends

Nach dem heutigen kurzfristigen Einbruch und dem raschen Wiederaufstieg, ist auch für mich eindeutig ein neuer Trend (nach oben) sichtbar. Und das alles wohl aufgrund des sinkenden Ölpreises. Dazu fällt auch der Dollar. Ob das jetzt der Start eines neuen Bullenmarktes ist, wage ich mal zu bezweifeln. Doch auf jeden Fall rechne ich mit einer schönen (Bärenmarkt-)Rally.

Wie weit?

Charttechnisch sollte es schon bis 4000 beim ATX gehen. Beim DAX bin ich weniger optimistisch, 6700 vielleicht. Dort, wie auch bei den amerikanischen Indizes, ist die Rally bereits ziemlich weit fortgeschritten, mit teilweise neuen 6-Wochen-Hochs. Doch das macht nichts. Trendfolger achten auf die rote untere Linie. Wird diese gebrochen, ist es Zeit mit ihren Ivenstments zu brechen. (*huh* Wortspiel).

Und das Dreieck?

Ah ja. Natürlich sollte es heute oder spätestens am Montag (wieder) nach oben aufgelöst werden. Der ATX war ja bereits gestern schon darüber.

ATX Aufwärtstrend


ATX-Chartanalyse: Langsam wird’s eng…

… doch gut für uns, denn dann werden wir wieder wissen wie es mit dem Leitindex weitergeht. Positionieren ganz “einfach”: Verlässt der ATX das Dreieck nach oben –> long, andernfalls short. Meinen Put-Gewinn habe ich heute in der Früh, kurz nachdem der ATX nach oben gedreht hatte, wieder mitgenommen, etwa bei 3555 Punkten.

Zur heutigen Underperformance: Natürlich sehr ungünstig, dass OMV mit 18% so stark gewichtet ist, wenn der Ölpreis fällt. Wenn morgen die OMV ihre Zahlen vorlegt, dann kann man nur hoffen, dass sie so gut sind, wie sie erwartet werden. Denn performancemäßig ist der Index mit DAX, Dow und Co. nämlich wieder pari, nachdem er sie zuvor einige Tage lang outperformt hatte. Enttäuscht die OMV nicht, sollte sich die Situation allmählich wieder normalisieren und der ATX wie gewohnt den anderen Indizes nachtuckern.


US-Arbeitsmarkt: Folgt morgen der zweite Streich?

Die US-Arbeitsmarktdaten schockierten heute (448,000 Erstarbeitslosenanträge in einer Woche!). Nachdem die Märke in Europa relativ lange benötigten um auf diese Nachricht zu reagieren, konnte man sich in aller Ruhe nach unten positionieren. Danach ging es ab. Der ATX brauste von +2,4% auf +0,3%. Mit einem schönen Hebel war man sicherlich glücklich.

Folgt morgen der zweite Streich? Nonfarm payrolls und Arbeitslosenquote für Juli werden morgen um 14:30 (unserer Zeit) veröffentlicht. Da könnte es wieder zu einer bösen Überraschung kommen. Ich denke, da darf man nichts Gutes erwarten. Daher bleibe ich weiter short beim ATX, lasse aber die Position nicht aus den Augen.

Ah ja, Verbund über 50, weg mit den puts.

ATX intraday