Die neue Kursgewinnsteuer: Aktien und Zertifikate

(Bald) vorbei sind die Zeiten, als österreichische Aktionäre keine oder kaum Steuern gezahlt haben, oder wer von Ihnen hat Gewinne über die Einkommenssteuer entrichtet?

Ab nächstem Jahr sind wir fällig, keine Ausnahmen. Hier ein kleiner Überblick über die Änderungen betreffend Aktien und Zertifikate.

    ALT NEU
Aktien Laufende Erträge: 25 % KESt auf Dividenden keine Änderung
       
  Kursgewinne: steuerfrei 25 % Steuer auf
    Ausnahme: Spekulationsfrist Kursgewinne;
    (1 Jahr) mit Einkommensteuer- Entfall Spekulations-
    Tarif frist
       
       
Zertifikate/

Optionsscheine

  ALT NEU
(bei Kauf bis 30.09.2011) (bei Kauf ab 01.10.2011)
Laufende Erträge: 25 % KESt auf Kupons keine Änderung
       
  Kursgewinne: 25 % Steuer auf Kursgewinne; 25 % Steuer auf
    Ausnahme: keine KESt bei Kursgewinne;
    Kursgewinnen unter dem keine Ausnahmen mehr
    Emissionspreis sowie bei  
    (Turbo-)Zertifikaten mit Hebel größer  
    5 bei Emission (Achtung: 1 Jahr  
    Spekulationsfrist bei beiden Varianten)  
       
       

Quelle: ÖVAG


Aktienmarkt 2010: Es war ein durchschnittliches Jahr

Langsam kann man wohl das Jahr abschließen und sich auf das kommende vorbereiten. Glaubt man den Einschätzungen der Analysten dürfte es für dijenigen Unternehmen und Länder ein gutes Jahr werden, die ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Gesucht: geringe Verschuldung, stabiles Geschäftsmodelle (einige davon werden ja hier immer wieder vorgestllt) aber auch Wachstumschancen (auch diese werden hier immer wieder erwähn).


Warum Investoren immer am Hoch kaufen

Die meisten Investoren kaufen Finanzanlagen (seien es Aktien, Anleihen oder Rohstoffe) oftmals am Hoch, also kurz vor dem Platzen einer Blase, und fast niemals beim Tief, wenn alle anderen verkaufen. Die Gründe hierfür sind:

  • Herdentrieb einerseits, und kurzsichtiger Wetterbewerb der Investoren um die Gunst der Anleger andererseits.
  • „Value at Risk“ und vorgegebene Investitionsbeschränkungen zwingen Vermögensmanager in unruhigen Zeiten Assets zu verkaufen (Risiken verringern).
  • Vorwiegend Banken und institutionelle Investoren nutzen die expansive Geldpolitik der Notebanken (viel Geld im Umlauf und niedrige Zinsen) um in risikobehaftete Anlagen zu investieren, die mehr Rendite abwerfen. Dadurch sollen Verluste aus dem „normalen“ Bankgeschäft abgemildert, bzw. Gewinne stabilisiert werden (findet derzeit wieder statt).

Die Folgen daraus:

  • Der langfristige Ertrag der Investoren sinkt.
  • Höhere Schwankung der Vermögenspreise.

Quelle: Natixis