Wie sich Aktienmärkte nach letzter Zinssenkung entwickeln

Viele Experten meinen, dass die FED ihre Zinsen nicht mehr weiter senken wird und sich allmählich wieder auf die Inflation konzetrieren. Einige rechnen sogar mit Leitzinserhöhungen. So oder so, der Zinssenkungszyklus (in Amerika zumindest) scheint vorbei zu sein. Was kommt also auf die Aktienmärkte in den folgenden sechs bis 12 Monaten zu? Betrachtet man die Vergangenheit so zeigt sich eigentlich was zu erwarten wäre. Dank der niedrigen Zinsen tätigen Private und Unternehmen wieder verstärkt Investitionen. Somit bessern sich die Aussichten bzw. Gewinnerwartungen. Der Markt antizipiert dies in steigenden Kursen.

Ob es auch diesmal so sein wird?

Performance nach Zinssenkungen

(Zum Vergrößern Grafik anklicken)

Einzig in den 70er Jahren in der Zeit der Stagflation sanken die Kurse trotz niedriger Zinsen in den folgenden Monaten. Einige befürchten, dass die USA wieder eine Stagflation erleben könnten und somit die Aktienkurse weiter sinken werden.

Grafik: FAZ


Wie eine Bärenmarktrally üblicherweise abläuft

Nach einer Studie von Morgan Stanley funktioniert eine Bärenmarktrally statistisch gesehen wie in der Grafik beschrieben. Der Grund dafür sei:

Üblicherweise beginnen die Kursrückgänge an den Aktienmärkten 13 Monate vor dem Rückgang der Unternehmensgewinne. Die verkündeten Rekordgewinne beflügeln dann die Anleger wieder in ihren Erwartungen, es keimt Hoffnung auf. Zudem besteht die Erwartung, die Zinssenkungen der Notenbanken würden zu einer raschen Wiederbelebung der Wirtschaft führen.

Bärenmarktrally

Die Studie ist vom Februar. D.h. wir befinden uns bereits im fortgeschrittenen Stadium der Bärenmarktrally, wenn es eine solche Rally ist. Ein anderer Nachteil solcher Studien ist, dass es nicht immer so ablaufen muss wie in der Vergangenheit.

Quelle: FTD

Hier noch ein Artikel über den derzeitigen Zustand des Terminmarktes in der Aufwärtsphase, der Aufschlüsse über den weiteren Trend vorgeben kann.

“Es könnte eine Rally für die Doofen sein” (Wirtschaftsblatt)


Biologischer Treibstoff ein Eigentor? Die wichtigsten Fakten zum Biosprit

BiotreibstoffBiologischer Treibstoff in der jetzigen Form ist für mich ein Eigentor (v.a. des Gesetzgebers). Er bringt eigentlich kaum Entlastung für die Umwelt und hat bisher lediglich zur Verteuerung der Grundnahrungsmittel beigetragen. Gäbe es da nicht andere sehr viel innovativere Ideen Treibstoff auf biologischer Basis herzustellen, wäre ich für ein Verbot dieser Energiequelle.

1 Warum ist Biosprit besser für die CO2-Bilanz als fossiler Treibstoff?
Bei der Verbrennung von Biosprit entsteht gleich viel CO2 wie bei fossilem Treibstoff. Allerdings wurde dieses CO2 zuvor beim Wachstum der Pflanze aus der Luft geholt. Es würde ebenso freigesetzt werden, wenn die Pflanze einfach verrottet. Daher spricht man von CO2-Neutralität.

2 Warum gibt es trotzdem so starke Kritik an den Biotreibstoffen?

Derzeit wird Biosprit aus den Früchten von Lebensmittelpflanzen (Mais, Weizen, Raps) gewonnen. Das sorgt einerseits für ethische Bedenken, andererseits steht Biosprit dadurch in einer direkten Rohstoffkonkurrenz zur Nahrungsproduktion. Die Zunahme von Biosprit ist daher ein Mitgrund für die jüngst kräftig angestiegenen Lebensmittelpreise. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die CO2-Ersparnis wesentlich geringer ist, da in der Produktion der Biotreibstoffe mehr CO2 ausgestoßen wird als bei fossilem Sprit. Die CO2-Einsparung liegt daher je nach Rohstoff zwischen 30 und 80 Prozent. Rechnet man die klimaschädliche Wirkung des beim Düngen entstehenden Lachgases hinzu, kann Biosprit sogar schlechter abschneiden als Benzin und Diesel. Ebenfalls kritisiert wird, dass in südlichen Entwicklungsländern Brandrodungen erfolgen, um Platz für die Biospritproduktion des Nordens zu schaffen.
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Gefühlte vs. gemessene Inflationsentwicklung

Es gibt einen Index der die subjektiv empfundene Inflation misst. Diese ist so hoch wie in der Zeit der (“T”)Euro Einführung. Der Zweck dieses Index ist es “dem öffentlichen Misstrauen in die gemessene Inflationsentwicklung zu begegnen”.

Was sind die Ursachen dafür, dass die “gefühlte” Inflation deutlich höher vernommen wird als die statistisch gemessene Inflation tatsächlich ist?

1. Preissteigerungen werden höher gewichtet als Preissenkungen.

2. Häufig gekaufte Produkte (Produkte des täglichen Bedarfs) fließen mit einem höheren Gewicht ein, da Preisänderungen hier stärker wahrgenommen werden.

3. Konsumenten vergleichen die aktuellen Preise nicht immer mit Vorjahrespreisen, sondern oft mit Zeitpunkten, die noch länger zurückliegen. Deshalb wird beim IWI ein Durchschnittspreis aus mehreren Jahren anstatt des Vorjahrespreises mit dem aktuellen Preis verglichen.

Gefühlte Inflation

Quelle: Deutsche Bank