Vergessen Sie Griechenland oder Italien, an den Zahlen gemessen ist Japan das große Problem

Hier etwas für Chart-Fetischisten, die auf schöne, große, runde Charts stehen. ;)
Die folgende Grafik zeigt den absoluten Schuldenstand Japans im Verhältnis zu anderen wichtigen Nationen wie den USA, aber insbesondere auch zu den “Problemfällen” Griechenland und den anderen EU-Staaten.
Natürlich nichts neues dabei, aber auch die Verschuldungssituation der EU-Staaten war nicht neue, bis der Markt auf einmal ‘njet’ sagte und die Zinsen explodierten.

Quelle: Econmatters


Kommentar zu den aktuellen Konjunkturdaten: Weniger Arbeitslosenanträge und bessere US Konsumentenstimmung

Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung: 364.000 in der vergangen Woche (E: 380.000) (niedrigstes Level seit April 2008). Fortsetzung der leichten Erholung am Arbeitsmarkt, natürlich abgesehen von jenen, die die Suche aufgeben.

University of Michigan Konsumentenindex über den Erwartungen 70 Punkte (E: 68): Konsumstimmung besser, aufgrund der Weihnachtsfeiertage? Ähnliches konnte auch im vergangen Jahr beobachtet werden. Die Stimmung stieg bis in den Februar hinein. Dann gab es einen heftigen Einbruch, wohl auch aufgrund von Fukushima.

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Die „anderen“ Risiken für 2012

„Hard landing“ in China (das hatten wir schon)

Währungskriege („Abwertungswettlauf“) und Protektionismus
Sehr ersthaftes Thema. Madame Lagarde hat vergangene Woche davor gewarnt. Könnte eines der wichtigsten Themen für die nächsten Jahre werden. Werde sicherlich hier noch weitere Informationen dazu nachliefern.

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7 Risiken für 2012

Aus einer Studie der DB (frei übersetzt aus dem Englischen) mit teilweise eigenen Überlegungen:
 
 
1.      Hard Landing in China?
Anhaltend Hohe Inflation
Fragiler Bankensektor und steigende Kreditausfälle
Platzen der Immobilienblase?

 
2. Geopolitische Risiken
Anhaltende politische Risiken in den arabischen Staaten
Wird der Iran angegriffen?


Schützen Aktien vor Inflation? Kurzfristig nein, langfristig ja

Für Anleihen ist die Beziehung zwischen Inflation und Anleihekurs eindeutig: Steigende Inflation führt dazu, dass Anleger mehr Zinsen verlangen, was wiederum den Anleihekurs senkt. Schutz bieten nur inflationsindexierte Anleihen, deren Kupons und Rückzahlungsbeträge umso höher ausfallen, je stärker die Verbraucherpreise zulegen.

Langfristig schützen Aktien vor Inflation. Schließlich können Unternehmen ihre höheren Einkaufspreise langfristig größtenteils an ihre Kunden weitergeben. Legt die Inflation zu, dann steigen auch die nominalen Gewinne stärker.

Kurzfristig ist der Zusammenhang jedoch umgekehrt: Steigende Rohstoffpreise oder Löhne erhöhen die Kosten der Unternehmen, die diese aber nur nach und nach an ihre Kunden weitergeben können. Dies belastet kurzfristig die Gewinne. Außerdem lässt die Infl ation die Zinsen steigen, sodass Unternehmen für neue Schulden und variabel verzinste bestehende Schulden mehr zahlen müssen. All dies erklärt, warum Aktienindizes kurzfristig unter Inflationleiden, die kurzfristige Korrelation
zwischen den beiden Größen also negativ ist. Lediglich Aktien aus bestimmten Sektoren können sich dem entziehen: Energieversorger und Rohstoffproduzenten sind durch ihre Positionierung am Beginn der Wertschöpfungskette zunächst vor höheren Einkaufspreisen geschützt. Technologieunternehmen besitzen darüber hinaus häufig den Vorteil, dass sie durch die Einführung neuer Produkte höhere Preise schneller an ihre Kunden weitergeben können.

Fazit der Commerzbank: Kurz- bis mittelfristig schadet Inflation den Aktienkursen, während Aktien langfristig vor Inflation schützen.