Kein normales Unternehmen geht derzeit an die Börse und schon gar nicht ein Finanzinstitut würde man meinen. Im Fall des Kreditkarten Anbieters VISA ist das anders. Angesagt war der größte Börsegang der US-Geschichte für das zweite Halbjahr 2008. Dann plötzlich für morgen und jetzt wird er doch noch heute noch durchgeführt, wohl um die heutige gute Börsestimmung auszunützen.
Interessant ist, dass das Unternehmen US-Banken gehört. Der größte Teil J.P. Morgan die am Sonntag noch Bear Sterns übernommen haben. Morgan, aber andere Banken auch, können das Geld aus dem VISA-IPO derzeit gut gebrauchen. Also verkauft man die Anteile über die Börse. Gefahren, dass VISA aufgrund von Kreditkartenausfällen in den Subprime-Strudel geraten könnte gibt es offensichtlich nicht, da die Banken die die Karten ausgeben das Kreditrisiko selbst übernehmen (ähnlich wie bei Mastercard). Somit kann VISA ab morgen unter dem Kürzel „V“ durchstarten. Gleichzeitig, falls der Börsegang gut glückt, könnte VISA der Startschuss für weitere IPOs sein.
Super Kursverlauf für den Konkurrenten Mastercard:

Wie bereits in meinem 
Wie sehr die Oberösterreicher, vor allem die eigenen Mitarbeiter, gegen einen Börsegang der Energie AG sind, hat sich heute gezeigt.
Die Breitenfeld AG ist ein relativ kleiner Player im hart umkämpften Spezialstahlmarkt, der dazu noch sehr zyklisch ist. Das Unternehmen hat nur ein paar wenige Kunden. Dieser Umstand verschlechtert üblicherweise die Verhandlungsposition gegenüber Kunden, wenn es beispielsweise um Preiserhöhungen geht. Darüberhinaus ist die Breitenfeld AG nur in Europa aktiv, was aber derzeit nicht unbedingt ein Nachteil sein muss aufgrund der konjunkturellen Abschwächung in den USA.