Unglaublicher Börsegang: VISA nützt die Gunst der Stunde

Visa LogoKein normales Unternehmen geht derzeit an die Börse und schon gar nicht ein Finanzinstitut würde man meinen. Im Fall des Kreditkarten Anbieters VISA ist das anders. Angesagt war der größte Börsegang der US-Geschichte für das zweite Halbjahr 2008. Dann plötzlich für morgen und jetzt wird er doch noch heute noch durchgeführt, wohl um die heutige gute Börsestimmung auszunützen.

Interessant ist, dass das Unternehmen US-Banken gehört. Der größte Teil J.P. Morgan die am Sonntag noch Bear Sterns übernommen haben. Morgan, aber andere Banken auch, können das Geld aus dem VISA-IPO derzeit gut gebrauchen. Also verkauft man die Anteile über die Börse. Gefahren, dass VISA aufgrund von Kreditkartenausfällen in den Subprime-Strudel geraten könnte gibt es offensichtlich nicht, da die Banken die die Karten ausgeben das Kreditrisiko selbst übernehmen (ähnlich wie bei Mastercard). Somit kann VISA ab morgen unter dem Kürzel „V“ durchstarten. Gleichzeitig, falls der Börsegang gut glückt, könnte VISA der Startschuss für weitere IPOs sein.

Super Kursverlauf für den Konkurrenten Mastercard:

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VISA: Größter Börsegang der US-Geschichte

Visa LogoEs wundert mich eigentlich, dass der US-Kreditkarten Anbieter VISA noch nicht an der Börse notiert. Das Unternehmen möchte aber schleunigst ein IPO durchführen. Insgesamt sollen 406 Mio. Aktien zwischen 37 und 42 US-Dollar ausgegeben werden – macht in Summe 17 Mrd. Dollar. Zusätzlich können die Eigentümer der Gesellschaft, US-Banken, weitere 40,6 Mio. Aktien verkaufen. Damit hätte das IPO einen Wert von 18,8 Mrd. Dollar. Angestrebter Zeitpunkt des IPO ist die zweite Jahreshälfte.

Dies wäre der größte Börsegang eines US-Unternehmens und der zweitgrößte der Welt (nach 22 Mrd. Dollar durch die Industrial & Commercial Bank of China in 2006). Quelle: Bloomberg

Mehr über VISA auf Wikipedia.

Die größten IPOs der USA:

US Biggest IPOs


Energie AG: Börsegang abgesagt

Energie AG SpruchWie bereits in meinem IPO-Watch vermutet, wurde heute der Energie AG Börsegang abgeblasen. Damit wird die Energie AG definitiv nicht an die Börse kommen. Schade eigentlich. Damit wird aber nicht nur der österreichische Kapitalmarkt ad absurdum geführt, es schadet auch dem Unternehmen selbst. Denn der Börsegang wurde nicht aufgrund des schwierigen Börseumfeldes abgebrochen sondern aus politischem Kalkül der regierenden Parteien in Oberösterreich. Es geht um Wählerstimmen für die kommenden Landtagsawahlen 2009.

Die Anteile des Landes werden zwei Energieunternehmen (Linz AG, Tiroler Wasserwerke) und ein Konsortium aus oberösterreichischen Banken und Versicherungen übernehmen.

Was macht eine Bank bzw. Versicherung mit einem Energieunternehmen? Verkaufen wenn die Zeit reif ist bzw. sie das Geld braucht. An wen? An wen auch immer. Hauptsache der Betrag stimmt.

Energie AG Eigentümerstruktur:

Energie AG Eigentümerstruktur


Energie AG Aktien unbeliebt wie warme Semmeln (Brötchen)

Energie AG LogoWie sehr die Oberösterreicher, vor allem die eigenen Mitarbeiter, gegen einen Börsegang der Energie AG sind, hat sich heute gezeigt.

Das Land OÖ hat heute 390.000 Aktien – ein Anteil von 0,5 Prozent am Gesamtunternehmen – für die Mitarbeiterbeteiligung zur Verfügung gestellt. Über 400.000 Aktien wurden gezeichnet. Daher müsse aliquot gekürzt werden. In den einzelnen Teilgesellschaften hätten bis zu 91,9 Prozent der Belegschaft Interesse an einer Beteiligung am eigenen Unternehmen gezeigt.

Übrigens kostet eine Mitarbeiteraktie 13,47 Euro.

Quelle: APA


Breitenfeld AG: Regionaler Wert mit hohen Ambitionen

Breitenfeld LogoDie Breitenfeld AG ist ein relativ kleiner Player im hart umkämpften Spezialstahlmarkt, der dazu noch sehr zyklisch ist. Das Unternehmen hat nur ein paar wenige Kunden. Dieser Umstand verschlechtert üblicherweise die Verhandlungsposition gegenüber Kunden, wenn es beispielsweise um Preiserhöhungen geht. Darüberhinaus ist die Breitenfeld AG nur in Europa aktiv, was aber derzeit nicht unbedingt ein Nachteil sein muss aufgrund der konjunkturellen Abschwächung in den USA.

Positiv ist auf jeden Fall, dass der Finanzinvestor DZ Equity Bank nicht komplett aussteigt. Die Hälfte des 21% Aktienpakets soll bei den Deutschen bleiben. Dies zeigt, dass das Vertrauen in das Unternehmen und die Story vorhanden ist, zumal die Breitenfeld AG eine der größten Positionen im Investitionsportfolio der DZ Equity Partner ausmacht. Die Wachstumsaussichten sind für die Größe des Unternehmens enorm. Bis Ende 2008 möchte man durch den Bau eines neuen Stahlwerkes die Kapazitäten fast verdoppeln, von 170.000 auf 300.000 Tonnen Stahl pro Jahr.

Das Angebot

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