ISOVOLTAIC AG: Aktien Zeichnen oder nicht?

Hier eine kleine Hilfestellung für den Isovoltaic Börsegang:

Pro:
+ Solarindustrie als Zukunftsbranche
+ Weltmarktführer im Bereich Rückseitenfolien für Solarmodule (ca. 35% Marktanteil weltweit)
+ hohe operative Margen (Ebit-Marge siehe unten)
+ nahezu Schuldenfrei
+ hoher Cash-Flow und hoher Barmittel-Bestand

+/- 70% des Umsatzes kommen aus Asien

Kontra:
- keine Kapitalerhöhung, Veräußerung von Anteilen der Altaktionäre
- Auswirkungen staatlicher Regulierung und Fördermittel auf die Solarindustrie
- Generelle Abhängigkeit von der Nachfrage nach Solarmodulen
- Finanzmarkt- und Konjunkturrisiken
- Währungsrisiken für das Unternehmen

ISOVOLTAIC Kennzahlen 2009 % 2010
(€ Mio.)
Umsatzerlöse 120 +68% 201
EBIT 29,5 +94% 57,3
EBIT-Marge (%) 25% +12% 28%
Jahresüberschuss 21,4 99% 42,5
Gewinn je Aktie (EUR)     1,06
Mitarbeiter    ca. 250

 

Fazit:

Die Isovoltaic ist eine interessante Wachstumsaktie, die jedoch mit einigen Risiken behaftet ist.

Das aktuelle KGV liegt im Bereich von 15 – 20 (abhängig vom Zeichnungspreis). Für 2011 rechnen Analysten mit KGVs zwischen 10 und 13. Die Branche weist ein geschätztes 2011 KGV von 12 aus. Im unteren Bereich der Zeichnungsspanne erscheit die Aktie daher günstig bewertet.

Quellen: Unternehmen, Div. Medien


Details zum Börsegang der ISOVOLTAIC AG

Alle Details zum ISOVOLTAIC AG

ISIN: AT0000ISO886

Erstnotiz: 15. April, Wiener Börse
Zeichnungsspanne: 16 – 21 Euro je Aktie
Zeichnungsfrist: 04. April – 14. April
Aktienanzahl (gesamt): 40 Mio. Aktien
  Keine Kapitalerhöhung, Verkauf von Altaktien.
IPO - 15,65 Mio. Altaktien
- 2,345 Mio. Greenshoe
Emissionsvolumen: 288 – 378 Mio. Euro (inkl. Mehrzuteilungsoption)
Marktkapitalisierung:  640 – 840 Mio. Euro
   
Aktionäre (nach Börsegang): Streubesitz bis zu: 45%
  TIBAG Beteiligungen GmbH: 55%
   

 

Über die ISOVOLTAIC AG:

- 35% Weltmarktführer im Bereich von Rückseitenfolien für Solarmodule (2010)

ISOVOLTAIC Kennzahlen   2008 % 2009 % 2010
(€ Mio.)
Umsatzerlöse     120 68% 201,4
EBIT     29,5 94% 57,3
EBIT-Marge (%)     25%   28%
Jahresüberschuss     21,4 99% 42,5
Mitarbeiter         250

 

Ein Fazit zu diesem Börsegang folgt in den nächstne Tagen.


AMAG, die Dritte: Zeichnen oder nicht?

Die folgende grobe Aufstellung der Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken soll Investoren bei ihrer Entscheidungsfindung, ob sie den AMAG Aktien zeichnen sollen oder nicht, eine kleine Hilfestellung bieten.

Pro:
+ anhaltend steigende Nachfrage nach Aluminium
+ Aluminiumwalzprodukte und Spezialprodukte mit unterschiedlichsten Anwendungen
+ 20% Beteiligung am kanadischen Primäraluminium Hersteller Alouette (kostengünstiger Produktion durch Strom aus Wasserkraft)
+ Profitabilität (ROE ca. 14% für 2011e)
+ Eigenkapitalquote: 50% (nach IPO)
+ Stabile Kernaktionäre: RLB OÖ & Co. (Banken, Versicherungen, …)

Neutral:
+/- lediglich stabiles bis leicht wachsendes Gewinnwachstum erwartet

Kontra:
- reine Geldbeschaffungsmaßnahme für den PE Fonds One Equity Partners („Heuschrecke“)
- Entfall der Übernahmephantasie durch Sperrminorität (ober)österreichischer Aktionäre (Mitarbeiter, RLB OÖ, …)
- Verkauf der restlichen Anteile über Börse (nach 180 Lock-up Frist) könnte Kurs drücken, bzw. Kurspotenzial limitieren
- sehr stark konjunkturabhängig („Rohstoffwette“)

FAZIT:
Kein Highflyer, aber auch kein Rohrkrepierer => Market perform.
Auf Deutsch: das was der Aktienmarkt macht, wird auch die AMAG machen.
Alles klar?

Quellen: AMAG, Börse Express, Wirtschaftsblatt, Unicredit


IPO-Performance: Nicht jedes IPO ein Erfolg

Das IPO-Fieber ist offentsichlich ausgebrochen. Neue Börsengänge schießen wie Schwammerl aus dem Boden. Immer mehr Firmen werden an die Börse gebracht, immer wieder Meldungen über weitere IPOs. Und immer wieder ist die Rede von Private Equity Fonds die Kohle machen wollen  (warum auch nicht). In Österreich stehen an AMAG, Isovoltaic und Constantia Flexibles (über alle wird in diesem Blog noch berichtet werden).

Selbstverständlich muss man jeden Börsengang einzeln betrachten, die Story und der Preis müssen stimmen. Die vergangenen IPOs an der Deutschen Börse haben sich allesamt negativ entwickelt. Eine gute Performance Übersicht der vergangen deutschen IPOS bietet Onvista an (screenshot). Was natürlich auch stimmen muss, ist der Zeitpunkt des Börsegangs, für die Zeichner als auch die Verkäufer der Aktien selbst. Aktuell dürfte die Situation gar nicht mal so schlecht sein (da sich immer mehr Firmen einen Börsegang wagen). Dennoch kann sich das Blatt schnell wenden. Die Unsicherheiten in Libyen und anderer arabischer Staaten, als auch von Japan, bestehen nach wie vor.


Austria Metall AG (AMAG) Börsegang Zusammenfassung

Alle Details zum AMAG Börsegang:

ISIN: AT00000AMAG3

Erstnotiz: 8. April, Wiener Börse
Zeichnungsspanne: 19 – 24 Euro je Aktie
Zeichnungsfrist: 25. März bis 6. April
Aktienanzahl: bis zu 25,58 Mio. Stück
  - 5,3 Mio. Kapitalerhöhung
  - 16,99 Mio. Altbestand
  - 3,29 Mio. Greenshoe
Emissionsvolumen: zwischen 424 und 613,92 Mio. Euro inkl. Mehrzuteilungsoption (Greenshoe)
   
Aktionäre (nach Börsegang): Streubesitz: 55%
  Constantia Packaging Group: 30%
  Mitarbeiter: 10%
  RLB OÖ: 5%
   
Sonstiges: ATX-Kandidat

 

Völlig „normal“, aber eigentlich ein Wahnsinn ist die Sonderdividende die am 17. März ausbezahlt wurde. Ca. 170 Mio. Euro flossen dabei an die Altaktionäre. Finanziert wurde das ganz mit Krediten.

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