
Henning Kreke, der CEO der Douglas Holding:
„Mit Blick auf die wachsende Bedeutung des Onlinehandels ist nach Worten von Kreke auch eine komplette Übernahme des münsterischen Onlineversenders „Buch.de“ denkbar, an dem Douglas über die Tochter Thalia bereits 80 Prozent hält. „Wir stehen parat, zu vernünftigen Kursen zuzukaufen“, so Kreke. Angesichts des aktuellen Werts der Aktie sei das jedoch uninteressant.“
Quelle: Münsterländische Volkszeitung
Natürlich ist die Aktie Buch.de ziemlich teuer. Das astronomisch hohe KGV von 280 hat nichts mehr mit dem operativen Geschäft zu tun. Die Wachstumsraten sind mit 5%-15% für das nächste Jahr zwar gut, aber rechtfertigen sicherlich nicht die hohe Bewertung. Auch die Margen sind nicht sonderlich hoch. Schon eher spielt die Douglas Holding die gewichtigere Rolle.
Die Übernahmefantasie ist zu mehr als 90% Bestandteil des Aktienkurses. Henning Kreke, der CEO von Douglas, hat mit der obigen Aussage daher recht. Gleichzeitig aber möchte er unbedingt das Online-Geschäft weiter ausbauen. Und dafür braucht er Buch.de. Bei der Kapitalerhöhung der Buch.de Aktie, die vor kurzem glatt über die Bühne gelaufen ist, hat Douglas alle neuen Aktien gezeichnet und zusätzlich die Übernahme der übrigen garantiert. Daher ist die obige Aussage von Kreke gleichzeitig auch ein Widerspruch. Denn anscheinend ist der Wert der Aktie doch gar nicht zu uninteressant um aufzustocken.
Es bleibt dabei. Die Aktie tendiert in Richtung eines Squeeze Out. Damit dieses erreicht werden kann, muss die Douglas Holding weiter aufstocken. Dies sollte daher zu weiteren Kurssteigerungen führen. Nichtsdestotrotz sollte die Absicherung dennoch im Auge behalten werden.