Derivate
Cordoba-Zertifikat für echte (Austro) Fußball-Fanatiker
Mar 28th
Folgendes Zertifikat bietet die Erste Bank neuerdings an:
Für die Erste Bank eine Gelegenheit, eine so genannte Córdoba-Anleihe (ISIN AT000B001565) mit Kapitalgarantie und Mindesttilgung zu 104 Prozent aufzulegen. Ein Korb aus 15 Aktien, die im Zusammenhang mit der EM stehen, ist die Grundlage. Wenn die Aktien die Bandbreite (plus/minus 20 Prozent) nicht verlassen, erhalten Anleger im September des kommenden Jahres 115 Prozent des Nennwertes. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass Österreich Deutschland besiegt, wird zusätzlich ein Bonus von einem Prozent ausgezahlt. Und wenn sich das 3 zu 2 exakt wiederholt, winkt gar ein Extra von 3,2 Prozent.
Ich bin zwar Fußball-Fan aber so ein Produkt ist echt dämlich. Als ob ein 3:2 gegen Deutschland nicht möglich wäre. Die Quote ist viel zu klein. Bei jedem Wettanbieter bekomm’ ich mehr.
Mal ehrlich, die Idee ist zwar auf den ersten Blick nett, aber wegen sowas kaufe ich doch kein Zertifikat. Ich fürchte aber es wird nicht das letzte Zertifikat auf Sportverstaltungen bleiben. Dank MIFID dürften auch Wetterderivate und andere exotische Produkte bald kommen wie z.B. Turbo-Call auf Sommer 2008 mit Barriere 5 Grad (Wien).
Quelle: Zertifikatejournal
Derivate: Warum an Crashtagen die Systeme ausfallen
Mar 28th
Wer kennnt das nicht, man möchte ein Zertifikat oder einen Optionsschein verkaufen/kaufen, doch der Emittent (Market Maker) hat technische Probleme. Besonders schlimm ist es an Tagen an denen es zu starken Kursverlusten an der Börse kommt. Viele Trader fühlen sich dann über den Tisch gezogen. Doch bleibt einem nicht viel übrig als zuzusehen wie der Basiswert immer kleiner wird und das Derivat ein fettes Loch ins Portfolio reißt (ausgenommen man hat vorher schon eine Gegenposition als Hedgen eingenommen).
Der folgende (von mir gekürzte!) Text der Wirtschaftswoche erklärt warum es so oft zu “technischen Problemen” beim Derivatehandel kommt. Kernaussage: Alle sind schuld, nur der Emittent nicht. Schwer zu glauben! Ein schwacher Trost: Es könnte bald besser werden
Sechs Spieler sind es zunächst, die am Handel mit Zertifikaten teilnehmen und von denen der reibungslose Ablauf in diesem System abhängt: Privatanleger, Haus- oder Online-Banken, Börsen, Emittenten, Datenlieferanten und die Terminbörse Eurex. Die große Grafik oben zeigt, wie die einzelnen Teilnehmer miteinander verbunden sind und welche Datenströme zwischen ihnen ablaufen.
Herzstück im System des Zertifikatehandels sind die Emittenten, also Banken und andere Institute, die Zertifikate herausgeben. Sie berechnen ständig intern die aktuellen Kurse für ihre Zertifikate. Diese Preisdaten (Quotes) stellen sie den Börsen und Online-Banken zur Verfügung. Auf Basis dieser Kurse müssen sie einen durchgehenden Handel mit Zertifikaten aufrechterhalten, das sogenannte Market Making – egal, ob die Aufträge zum Verkauf oder Kauf von Papieren direkt von einer Online-Bank hereinkommen oder von der Börse.
Sogar Kuba bekommt sein Zertifikat
Mar 27th
Kaum ist Fidel Castro weg, möchten auch schon einige Investoren auf die Entwicklung Kubas setzten. Société Générale hat als erste Bank überhaupt Zertifikate auf das Land in der Karibik begeben. Und zwar handelt es sich um Basket-Zertifikate. In diesem Basket (Korb) findet man ein Mischung aus Unternehmen die von der Öffnung Kuba’s profitieren könnten. Die Betonung liegt auf ‘könnten’. Echte kubanische Unternehmen sind Fehlanzeige.
Nicht vergessen, Zertifikte sind Schuldverschreibungen der Banken. D.h. geht die Bank pleite, was in letzter Zeit gar nicht einmal so unwahrscheinlich erschien (Bear Sterns, Societe Generale,…) ist ihr Geld weg. Eine bloße Vermutung über mögliche (Zahlungs-)Schwierigkeiten der Bank reicht oft um die Kurse der Zertifikate zum Wanken zu bringen.
Cuba Basket Total Return-Zertifikat: DE000SG5D600
Cuba Basket Total Return Quanto-Zertifikat: DE000SG5D618 (Quanto=Währungsgesichert)

Unternehmen im Basket:




