Buch-Tipp: Teure Lektionen (Billion-Dollar Lessons)

Auf ein interessantes Buch bin ich am Wochenende gestoßen, das ich gerne weiterempfehlen möchte. Teure Lektionen: Was Sie von den schlimmsten Managementfehlern lernen können und wie Sie sie vermeiden.

Es ist nicht unbedingt ein Buch für die Praxis. Jedoch kann es auch Investoren nützlich sein, da es aufzeigt welche strategischen Fehler CEOs gemacht haben und so dem Unternehmen und ihren Aktionären geschadet haben. Da sich die Geschichte wiederholt, kann aus diesen Beschreibungen ganz gut auch etwas für die eigenen Investments mitnehmen.

Der Finanzbuchverlag hat natürlich eine Version (auf deutsch):

Empfehlen würde ich jedoch die originale englische Version Billion-Dollar Lessons (die Finanzbuchverlag-Bücher enthalten oftmals zu viele Fehler und sind teilweise schlecht übersetzt).


Greenspans Buch ‚Mein Leben für die Wirtschaft‘: Typisch Notenbanker

Ich habe es endlich geschafft, die „Autobiografie“ von Alan Greenspan zu lesen. Unter Anführungszeichen deshalb, da nur die erste Hälfte des Buches autobiografisch ist. Die andere Hälfte des Buches liest sich eher wie ein Standardbericht der FED zu Lage der Wirtschaft in irgendeinem amerikanischen Bundesstaat, also stink langweilig. Unzählige Daten und Statistiken zu allen möglichen Themen der Wirtschaft trüben die Lesefreude (deshalb auch ‘endlich geschafft’).

Alan Greenspan hat alles richtig und sogar besser gemacht, meint zumindest er und somit verkneift er sich auch nicht seine Einschätzungen zum Wachstum der Weltwirtschaft bis 2030 und zur Entwicklung der Marktwirtschaft in Russland, China, Indien & Co abzugeben. Zwar tauchen immer wieder interessante Einblicke und Zusammenhänge der Wirtschaft auf, doch die Datenflut ist riesig. Oft steht nicht einmal eine Quellenangabe dabei. Wahrscheinlich wäre das Buch mit diesen dann doppelt so dick gewesen.

Einzig den Hardcore VWLern und Statistikern kann ich das Buch empfehlen. Wenigstens ist die deutsche (Erst)Übersetzung wohl Dank des Campus-Verlags gut zu lesen.

  • Verlag: Campus Verlag GmbH; Auflage: 1 (17. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593384094
  • ISBN-13: 978-3593384092
  • Amazon Link


Warum sich George Soros jetzt wieder meldet?

Natürlich in erster Linie um Geld zu verdienen. Den beim gestrigen Interview, das Sie hier (oder auf Deutsch hier) nachlesen können, hat er sein neues zehntes (!) Buch vorgestellt. Darin beschreibt er auch die Ursachen für die aktuelle Finanzkrise aus seiner Sicht.

Übrigens sagte er Im Interview, dass er davon ausgehe, dass die aktuelle Stabilisierung der Märkte sechs Wochen, höchstens aber drei Monate andauern wird und dass es danach weiter runter gehen wird.

Wenn es sie interessiert, das neue Buch von George Soros:

The New Paradigm for Financial Markets: The Credit Crisis of 2008 and What It Means

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: PublicAffairs,U.S. (29. April 2008)
  • ISBN-10: 1586486837
  • ISBN-13: 978-1586486839

Kann bsp. bei Amazon vorbestellt werden.


Buchrezension: Freakonomics – Warum wohnen Drogenhändler bei ihren Müttern?

Freakonomics BuchSteven D. Levitt, ein promovierter Harvard und MIT-Professor, hat zusammen mit Stephen J. Dubner, einem New York Times Journalisten, ein sehr interessantes und gleichzeitig unterhaltsames Wirtschaftsbuch geschrieben. Die Hauptaussage ist, dass konventionelles Wissen oft falsch sein kann und mithilfe geeigneter Daten empirisch widerlegt werden kann. Man muss nur lernen die richtigen Fragen zu stellen. Wie man dabei vorgeht, zeigt der Ökonom Levitt anhand sehr amüsanter Fragen, wie etwa: Führt mehr Polizei zu weniger Kriminalität? Sind Swimmingpools gefährlicher als Revolver? Warum wohnen Drogenhändler bei ihren Müttern?

Dank seiner Methoden Phänomene zu messen, die für unmessbar gehalten wurden, sind Hedge Fonds oder die CIA auf ihn aufmerksam geworden.

Fazit:

Continue reading


Buchrezension: Die Geschichte der Wall Street

Die Geschichte der Wallstreet CoverWall Street: A History: From Its Beginnings to the Fall of Enron

Charles R. Geisst, Professor of Finance an der School of Business in New York, hat die Geschichte des amerikanischen Kapitalmarktes, von der Entstehung Ende 18. Jahrhunderts bis etwa 2004, ausführlichst recherchiert. Es scheint so als habe er sehr sorgfältig alle wichtigen Entwicklungen an den amerikanischen Börsen mit den relevanten Personen in diesem 500 Seiten starkem Buch zusammengefasst.

Am liebsten beschreibt der Autor die Methoden und Betrügereien habgieriger Börsehändler. Beim Lesen kommen sehr viele Namen vor. Diese machen das Buch etwas langatmig und stellenweise langweilig. Es ist jedoch sehr interessant zu sehen, wie oft sich doch der Lauf der Geschichte immer wieder wiederholt (hat). Die Anleger lernen zumeist nie etwas daraus und machen dieselben Fehler immer wieder. Außerdem werden Sie nachvollziehen wie es in etwa zu dieser Subprime-Geschichte gekommen ist (obwohl diese 2004 nicht akut war). Sie werden auch feststellen, dass es Liquiditätskrisen auch früher gegeben hat.

Continue reading