Saudi Arabien ist weder Lybien noch Ägypten

Zur angeblichen Instabilität des Landes:

  • Saudi Arabien hat die Finanzkrise ohne größere Auswirkungen verdaut
  • seit 80 Jahren Monarchie ohne Bürgerkriege oder größere Krisen (vgl. dazu Europa, USA, Asien mit Weltkriegen, Bürgerkriegen, Finanzkatastrophen,…)
  • als Nachfolger für den alten König (über 80) gibt es zahlreiche potenzielle Kandidaten (gut ausgebildet im Westen)
  • Saudi Arabien  hat im Vergleich zu den meisten Ländern der MENA-Region eine relativ geringe Korruptionsrate

Gefahren:

  • hohe Jugendarbeitslosigkeit (siehe nächster Punkt)
  • hohe Lebensmittel und Rohstoffpreise

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  • die hohe Arbeitslosigkeit soll durch Konjunkturprogramme und Investitionen in Bildung bekämpft werden
  • 35 Mrd. USD an Konjunkturprogrammen (Beschäftigungsprogramme) und Zuschüssen (für Lebensmittel und Energie) wurden bereits beschlossen)

Fazit:

Saudi Arabien kann man mit Lybien oder Ägypten nicht vergleichen, wo sich die Herrscher nicht um die Bevölkerung gekümmert haben und wo die Korruption extrem hoch war. Die Saudis haben Probleme die sich wahrscheinlich kurzfristig durch die angestoßenen Konjunkturprogramme beseitigen lassen (vorerst kein Umsturz des Königshauses). Langfristig werden jedoch Reformen (politische, soziale wirtschaftliche) notwendig sein.

Quelle: Business Insider, FTD, eigene Interpretation


Ölpreis Einschätzung Februar 2011 Update

–> Kein „Durchmarsch“ bis zum Allzeithoch (150 USD je Barrel)
- Hohe Lagerstände
- Hohe Reserveproduktionskapazitäten der OPEC

–> Ölpreis weiter auf hohem Niveau
+ anhaltend hohe Nachfrage aus den Emerging Markets
+ US Wirtschaftswachstum 2011 relativ robust erwartet
+ Generell beschränktes Angebot
+ geopolitische Spannungen

–> 90 – 105 USD je Barrel für die nächsten Monate

 

Mögliche Ursachen für den Rekordspread von WTI zu Brent:
  • extremes Überangebot an Öl in den USA (Lager in Cushing überfüllt) (Hauptursache)
  • Angebotskappheit in Europa (Probleme mit Bohrinseln in der Nordsee)

Brent / WTI Spread auf Rekordniveau


Gold Einschätzung Februar 2011 Update

–> langfristiger Aufwärtstrend intakt, als Beimischung und für Absicherung halten
+ als Absicherung gegen Krisen (etwaige Staatspleiten oder stark steigende Inflation)
+ hohe Investmentnachfrage (z.B. Gold-ETFs/ETCs)
+ Notenbanken kaufen Gold zur Diversifikation der Währungsreserven
+ limitiertes Goldangebot, tendenziell weiter fallend

–> kurzfristige Fortsetzung der Konsolidierung möglich
- Etwaiger starker Aufschwung der Wirtschaft und damit stärkerer Anstieg der Zinsen
- Risikoappetit für Aktien im Vordergrund
- Schwache Schmucknachfrage