Buch.de Aktienkurs besteht zu 92% aus Übernahmephantasie


Henning Kreke, der CEO der Douglas Holding:

„Mit Blick auf die wachsende Bedeutung des Onlinehandels ist nach Worten von Kreke auch eine komplette Übernahme des münsterischen Onlineversenders „Buch.de“ denkbar, an dem Douglas über die Tochter Thalia bereits 80 Prozent hält. „Wir stehen parat, zu vernünftigen Kursen zuzukaufen“, so Kreke. Angesichts des aktuellen Werts der Aktie sei das jedoch uninteressant.“

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

Natürlich ist die Aktie Buch.de ziemlich teuer. Das astronomisch hohe KGV von 280 hat nichts mehr mit dem operativen Geschäft zu tun. Die Wachstumsraten sind mit 5%-15% für das nächste Jahr zwar gut, aber rechtfertigen sicherlich nicht die hohe Bewertung. Auch die Margen sind nicht sonderlich hoch. Schon eher spielt die Douglas Holding die gewichtigere Rolle.

Die Übernahmefantasie ist zu mehr als 90% Bestandteil des Aktienkurses. Henning Kreke, der CEO von Douglas, hat mit der obigen Aussage daher recht. Gleichzeitig aber möchte er unbedingt das Online-Geschäft weiter ausbauen. Und dafür braucht er Buch.de. Bei der Kapitalerhöhung der Buch.de Aktie, die vor kurzem glatt über die Bühne gelaufen ist, hat Douglas alle neuen Aktien gezeichnet und zusätzlich die Übernahme der übrigen garantiert. Daher ist die obige Aussage von Kreke gleichzeitig auch ein Widerspruch. Denn anscheinend ist der Wert der Aktie doch gar nicht zu uninteressant um aufzustocken.

Es bleibt dabei. Die Aktie tendiert in Richtung eines Squeeze Out. Damit dieses erreicht werden kann, muss die Douglas Holding weiter aufstocken. Dies sollte daher zu weiteren Kurssteigerungen führen. Nichtsdestotrotz sollte die Absicherung dennoch im Auge behalten werden.


Die billigsten Aktien Deutschlands

Folgede Aktien sind nach dem geschätzen KGV für 2012 sortiert. Daneben sehen Sie noch das aktuelle KGV, das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KGV), die Marktkapitalisierung oder Börsewert und den Aktienkurs, der für die Berechnung der Kennzahlen verwendet wurde.

Bekannte Namen sind sicherlich VW, SAF-Holland, Commerzbank und Deutsche Lufthansa. Die anderen Aktien sagen mir persönlich nichts. Es sind aber auch Werte mit einer sehr geringen Marktkapitalisierung.

Unternehmen KGV aktuell KGV 2012e Börsenwert KBV Aktienkurs
HELIAD EQUITY 2,8 3,2 23.884.580 0,53 2,45
MADISON PROPERTY 4,8 4,6 49.254.832 0,78 13,35
TMM REAL EST-GDR 3,1 4,8 42.125.672 0,30 0,80
JOYOU AG 4,9 5,5 187.425.792 0,78 7,91
VOLKSWAGEN AG 3,2 5,8 55.201.320.960 0,92 109,62
SAF-HOLLAND SA 4,7 6,6 159.506.208 0,44 3,74
COMMERZBANK 2,3 9,1 6.391.785.984 0,30 1,19
DEUTSCHE LUFT-RG 4,6 12,2 4.156.698.880 0,52 9,02


Porsche ist jetzt ein Aktienfonds

Die Porsche Automobil Holding SE ist mit ihren Beteiligungen an der Porsche AG (50,1% über eine Zwischenholding, den Rest hält VW) und an VW (50,7% der Stammaktien) eine reine Finanzholding. Die Produktpalette der Porsche AG umfasst verschiedene Varianten des Porsche 911, die Modelle Boxster, Cayman, Panamera und Cayenne. Die Heimatbörse der Vorzugsaktie (DE000PAH0038) ist Xetra-Frankfurt.

+ Absatzrekord in der Porsche AG
+ Schuldenabbau schreitet voran
+ Analysten (18 Kaufen, 5 Halten, 6 Verkaufen)
- verschobene Fusion mit VW
- anhängige Klageverfahren und steuerliche Risiken
- komplizierte Holdingstruktur

Fazit:
Wenn Sie jetzt von Porsche profitieren möchten, dann können Sie es nur mehr indirekt über die VW Aktie. Denn spätestens 2013 hat VW den Autobauer Porsche komplett geschluckt. Die Porsche Autoholding SE hat dann ausgedient und heißt dann wahrscheinlich Porsche Holding Invest SE oder ähnlich.


S&T Microcap Aktie aus Österreich. Hier verpassen Sie nichts

+/- Das Unternehmen befindet sich in der Sanierungsphase
+/- Zwei neue Investoren: Die Linzer Quanmax AG, mit dem Hauptaktionär und nunmehrigen S&T-Vorstand Niederhauser, sowie Erhard Grossnigg mit der Grosso Holding – beide mit je 37 Prozent Großaktionäre
+ Zusammen mit Quanmax, das sich als IT-Dienstleister auf internetbasierte Dienste (Cloud Computing) spezialisiert hat, will man Synergien nutzen
+/- Reduzierung der Geschäftsaktivitäten und Mitarbeiterabbau
+/- 2011 rückläufiger Umsatz und hohe Verluste; Profit für 2012 angestrebt

- negative Charttechnik (Abwärtstrend intakt)
- geringe Liquidität der Aktie und niedriger Börsewert des Unternehmens (ca. 7 Mio. Euro)

Quelle: Wirtschaftsblatt, Unternehmen

Fazit: Zu klein, zu unwichtig, zu schlecht. Nichts zum Investieren, eher zum Davonlaufen.


UniCredit Kapitalerhöhung: Burn baby burn

Alle Jahre wieder macht die UniCredit eine Kapitalerhöhung, so auch heuer. Und auch heuer sollte man die Finger davon lassen. Die Aktie ist ein Fass ohne Boden und ein Spielball von Zockern/Shortern.

Kapitalerhöhungen der UniCredit SpA

Jan 2009 –> 3.000 Mio. Euro
Jan 2010 –> 4.000 Mio. Euro
Jan 2012 –> 7.500 Mio. Euro
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Macht in Summe 14,5 Mrd. Euro in den letzten drei Jahren

Börsewert der UniCredit heute: 9,3 Mrd. Euro