Muster der langfristigen Leitzinsentwicklung deutet Zinsanhebung bis 4% an

Aus den vergangen Zyklen der Leitzinsveränderungen könnte man schließen, dass wir uns erneut vor einem längeren Zins-Anhebungssyklus befinden. Ein Anstieg der Leitzinsen würde demnach bis in den Bereich von 4% möglich sein.

Jedoch befinden wir uns heute in einer kritischen Phase der Weltwirtschaft und Finanzmärkte, zwischen hohen Staatsschulden und rezessiven Tendenzen in den EU-Peripherieländern. Daher kann auch nicht so einfach von der Vergangenheit auf die Zukunft geschlossen werden. Am Ende wird alles anders ablaufen als erwartet.

Quelle: aus dem Marktkommentar der direktanlage.at von Dr. Hüfner


ISOVOLTAIC AG: Aktien Zeichnen oder nicht?

Hier eine kleine Hilfestellung für den Isovoltaic Börsegang:

Pro:
+ Solarindustrie als Zukunftsbranche
+ Weltmarktführer im Bereich Rückseitenfolien für Solarmodule (ca. 35% Marktanteil weltweit)
+ hohe operative Margen (Ebit-Marge siehe unten)
+ nahezu Schuldenfrei
+ hoher Cash-Flow und hoher Barmittel-Bestand

+/- 70% des Umsatzes kommen aus Asien

Kontra:
- keine Kapitalerhöhung, Veräußerung von Anteilen der Altaktionäre
- Auswirkungen staatlicher Regulierung und Fördermittel auf die Solarindustrie
- Generelle Abhängigkeit von der Nachfrage nach Solarmodulen
- Finanzmarkt- und Konjunkturrisiken
- Währungsrisiken für das Unternehmen

ISOVOLTAIC Kennzahlen 2009 % 2010
(€ Mio.)
Umsatzerlöse 120 +68% 201
EBIT 29,5 +94% 57,3
EBIT-Marge (%) 25% +12% 28%
Jahresüberschuss 21,4 99% 42,5
Gewinn je Aktie (EUR)     1,06
Mitarbeiter    ca. 250

 

Fazit:

Die Isovoltaic ist eine interessante Wachstumsaktie, die jedoch mit einigen Risiken behaftet ist.

Das aktuelle KGV liegt im Bereich von 15 – 20 (abhängig vom Zeichnungspreis). Für 2011 rechnen Analysten mit KGVs zwischen 10 und 13. Die Branche weist ein geschätztes 2011 KGV von 12 aus. Im unteren Bereich der Zeichnungsspanne erscheit die Aktie daher günstig bewertet.

Quellen: Unternehmen, Div. Medien


Porsche Kapitalerhöhung: Diese Aktie ist mir suspekt

Schwächen/Risiken:
- Die Kapitalerhöhung dient lediglich der Schuldentilgung und soll eine baldige Fusion mit VW ermöglichen
- Juristische Probleme (in den USA mit hohen Schadensersatzklagen konfrontiert)
- Steuerliche Probleme (Wie entscheiden die deutschen Behörden über die steuerliche Behandlung der Fusion?)

Stärken/Chancen:
+ Der VW Anteil hat einen sehr hohen Wert (derzeit ca. 16,5 Mrd. Euro)

Fazit:
Die Kapitalerhöhung erinnert an diejenige der Deutsche Bank vom vergangen Jahr. Damals konnten zwar alle Aktien verkauft werden, jedoch belastet dieses Neuangebot an Aktien den Aktienkurs der Deutsche Bank noch heute.

Da die Risiken die Chancen übersteigen, ist die Zeichnung der Kapitalerhöhung nicht unbedingt ratsam. Wenn die neuen Aktien nicht gezeichnet werden, sollten die Bezugsrechte ehestbald über die Börse verkauft werden, da am letzten Tag der Notierung alle Bezugsrechte auf einmal verkauft werden. Dieser Vorgang drückt üblicherweise den Kurs sehr stark.

Alternative Investmentmöglichkeiten im Automobilsektor: Mercedes oder BMW


AMAG, die Dritte: Zeichnen oder nicht?

Die folgende grobe Aufstellung der Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken soll Investoren bei ihrer Entscheidungsfindung, ob sie den AMAG Aktien zeichnen sollen oder nicht, eine kleine Hilfestellung bieten.

Pro:
+ anhaltend steigende Nachfrage nach Aluminium
+ Aluminiumwalzprodukte und Spezialprodukte mit unterschiedlichsten Anwendungen
+ 20% Beteiligung am kanadischen Primäraluminium Hersteller Alouette (kostengünstiger Produktion durch Strom aus Wasserkraft)
+ Profitabilität (ROE ca. 14% für 2011e)
+ Eigenkapitalquote: 50% (nach IPO)
+ Stabile Kernaktionäre: RLB OÖ & Co. (Banken, Versicherungen, …)

Neutral:
+/- lediglich stabiles bis leicht wachsendes Gewinnwachstum erwartet

Kontra:
- reine Geldbeschaffungsmaßnahme für den PE Fonds One Equity Partners („Heuschrecke“)
- Entfall der Übernahmephantasie durch Sperrminorität (ober)österreichischer Aktionäre (Mitarbeiter, RLB OÖ, …)
- Verkauf der restlichen Anteile über Börse (nach 180 Lock-up Frist) könnte Kurs drücken, bzw. Kurspotenzial limitieren
- sehr stark konjunkturabhängig („Rohstoffwette“)

FAZIT:
Kein Highflyer, aber auch kein Rohrkrepierer => Market perform.
Auf Deutsch: das was der Aktienmarkt macht, wird auch die AMAG machen.
Alles klar?

Quellen: AMAG, Börse Express, Wirtschaftsblatt, Unicredit