Kapitalmarktanalyse – Demografie: Zwischen Zeitenwende und Investmentchance Teil 1

Demografische Zeitenwende (Teil 1)
Innerhalb von nur 100 Jahren hat sich die Weltbevölkerung auf 7 Milliarden Menschen vervierfacht. Die Weltbevölkerung wird in den nächsten Jahren zwar weiter wachsen, aber gleichzeitig zeichnet sich bereits eine demografische Zeitenwende ab. Entscheidende Einblicke zum Megatrend “Demografie” lesen Sie im Gastbeitrag von Frau Dr. Michaela Grimm von Allianz Economic Research.

Inhalt
4 Weltbevölkerung übersteigt 7 Milliarden
4 Der Großteil der Weltbevölkerung lebt in wirtschaftlichen Schwellenländern
6 Sinkende Geburtenraten führen zu rückläufigem Bevölkerungswachstum
8 Die Weltbevölkerung altert in doppelter Hinsicht
11 Die Bevölkerungspyramiden beginnen Kopf zu stehen

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English Version:

Content:
4 World population exceeds 7 billion
4 The majority of the world‘s population lives in economically emerging markets
6 Falling birth rates are resulting in a decline in population growth
8 The world‘s population is ageing in two respects
11 Population pyramids are beginning to turn upside down

Report: Link

Quelle: Allianz Global Investors


Erste Bank Global Strategy Q4 2011

Die wichtigsten Vorlaufindikatoren und das Konsumentenvertrauen haben sich stark eingetrübt. Dementsprechend sollte sich das globale Wachstum weiter verlangsamen. Zusätzliche Abwärtsrisiken kommen von der Eurozone Staatsverschuldungskrise, welche auch zunehmend Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben sollte.

ANLEIHEN
Obwohl wir mittelfristig eher mit moderaten Renditeanstiegen rechnen, sehen wir im Q4 auch Abwärtsrisiken. Bei Firmenanleihen sollten gute Fundamentaldaten Investment Grade-Anleihen unterstützen. High Yield-Unternehmensanleihen sollten gemieden werden.

WÄHRUNGEN
Der Euro sollte in Folge der Verschuldungskrise weiterhin unter Druck bleiben, insbesondere falls Zinssenkungen in der Eurozone absehbar wären. Dies sollte sowohl den Dollar als auch den Yen relativ zum Euro gesehen unterstützen, auch durch den Wegfall anderer „sicherer Häfen“. Gold sollte vom fragilen Umfeld und den negative Realzinsen rund um den Globus profitieren.

AKTIEN
Wir sehen in einigen Märkten Anzeichen einer Bodenbildung und erwarten aufgrund der
stark ausgeprägt negativen Einstellung zu Aktien das Potenzial für einen leichten Anstieg in Q4.

Report: Link

 

English Version:

Economy
Economic growth will be very moderate in the Eurozone and the USA, and a recession cannot be ruled out. Growth rates have also recently edged lower in the emerging ecomomies. The high inflation in that region remains a problem and caps the potential of interest rate cuts.

BONDS
Key-lending rates should remain low, or even be cut, on a global scale due to the existing uncertainties and the fragile economic situation. Although we expect yields to rise moderately in the medium term, we also see downside risks for the fourth quarter. Good company fundamentals should support investment grade corporate bonds, whereas we would advise against taking positions in high-yield government bonds.

CURRENCIES
The euro should remain under pressure due to the government debt crisis, especially if interest rate cuts were to become probable in the Eurozone. This should support both the US dollar and the yen relative to the euro, not the least due to the disappearance of other safe havens. Gold should climb to US 1,834 per ounce.

EQUITIES
Shares have probably priced in the majority of the feared economic decline already. The earnings estimates of the companies have recently been revised downwards, but the absolute earnings level remains high. We can see clear signs of bottoming out in some markets as well as potential for a slight increase in the fourth quarter due to the extremely negative attitude towards equities in the past weeks.

Report: Link

Quelle: Erste Group Research


Die weltweit 25 größten Baumärkte. Praktiker ist mindestens das Doppelte wert.

Schon klar, Praktiker schreibt Verluste. Doch rein nach Umsatz und Börsewert müsste die Aktie minimum das Doppelte wert sein. Wenn der Turnaround geschafft ist bzw. die Rentabilität halbwegs gesteigert werden kann, ist die Aktie das Fünfache wert.

Unternehmen ISIN Börsewert (Mrd. EUR) Umsatz (letzte 12 Monate) KGV KGV 2011e KGV 2012e KBV
HOME DEPOT US4370761029 38,525 49,898 15,1 14,3 12,5 2,9
LOWE’S US5486611073 18,368 35,380 12,9 12,5 11,2 1,5
KINGFISHER GB0033195214 6,684 12,369 10,3 10,3 9,1 1,1
TRAVIS PERKINS GB0007739609 2,062 4,631 9,9 8,5 7,7 0,9
REECE AU000000REH4 1,338 1,134 15,6 n.a. n.a. 2,8
KOMERI JP3305600003 1,336 2,559 23,0 n.a. n.a. 1,2
HOME PRODUCT TH0661010007 1,110 0,628 30,3 24,2 19,8 6,7
RONA CA7762491040 0,966 3,474 14,9 15,5 11,5 0,7
DCM JP3548660004 0,963 3,671 15,0 n.a. n.a. 0,7
SHIMACHU JP3356800007 0,920 0,866 12,0 10,4 10,3 0,6
HORNBACH DE0006084403 0,821 2,920 9,0 10,2 9,6 1,0
GRAFTON IE00B00MZ448 0,614 2,034 9,7 15,5 13,5 0,6
HORNBACH DE0006083439 0,583 3,108 8,7 9,8 9,3 0,9
KOHNAN SHOJI JP3283750002 0,432 2,425 6,4 5,2 4,5 0,7
LUMBER US55003T1079 0,316 0,465 20,7 15,4 12,8 2,2
ARC LAND JP3100100001 0,306 0,818 8,1 n.a. n.a. 0,8
KEIYO JP3277400002 0,273 1,405 10,2 17,1 10,3  
SIAM GLOBAL TH0991010008 0,267 0,139 31,2 23,8 18,8 4,3
CASHBUILD ZAE000028320 0,237 0,595 15,1 10,7 9,4 3,2
SAMSE FR0000060071 0,203 1,079 5,5 5,5 6,7 0,8
PRAKTIKER DE000A0F6MD5 0,190 3,285   n.a. n.a. 0,4
BYGGMAX SE0003303627 0,184 0,291 9,6 9,7 8,4 2,3
MR BRICOLAGE FR0004034320 0,104 0,566 5,9 5,5 5,3 0,5
BAUMAT DE0005170203 0,087 0,050 37,5 n.a. n.a. 6,1
ENCHO JP3169200007 0,069 0,404 12,7 n.a. n.a. 0,9

Quelle: Bloomberg, Stand 29.09.2011


Branchenfavoriten für das dritte Bullenjahr: Energie, Versorger und Gesundheit

Im dritten Jahr eines Bullenmarktes (das diese Woche beginnt) könnte es zu einem Favoritenwechsel bei den Branchen kommen. Dank der hohen Ölpreise sehen auch diesmal Öl und Energieversorger interessant aus.

Wie passt die Healthcare Branche dazu? Dies könnte mit der Preissetzungsmacht zusammenhängen. Trotz der anziehenden Inflation können Firmen aus dem Gesundheitssektor eher Preise auf den Kunden abwälzen (Medikamenten werden immer benötigt). Auch bei Grundnahrungsmitteln verhält es sich ähnlich.

Quelle: FAZ


Warum Versorgeraktien derzeit fallen

Mögliche Ursachen könnten sein:

- stark gefallene Strompreise

- mögliche Regulierungseingriffe (derzeit zu wenig Wettbewerb)

- höhere Abgaben (z.B. Brennelementesteuer in Deutschland)

- mögliche Verteuerung der gehandelten CO2-Zertifikate europaweit

- hohe Verschuldung bzw. Schuldenabbau (Kapitalerhöhungen bei EVN und Verbund, Dividendenkürzungen bei RWE und E.ON)

- Branche ist generell spätzyklisch