Für Details müssen Sie Jérôme Kerviel fragen, denn der Trader soll angeblich Schuld daran sein, dass Société Générale durch seine Trades ziemlich viel Geld verloren hat.
Mit Futures in den Ruin
Nun, der gute Mann soll seine Kompetenzen etwas überschritten haben. Im Grunde genommen hat er wohl mit ein paar Millionen Euro DAX-Futures gekauft und damit auf steigende Kurse spekuliert. Und wie es nun mal an der Börse so ist, oft kommt es anders als erwartet. Die Kurse begannen zu sinken, aber die Positionen waren noch immer offen. Davor soll er laut SG CEO diese Trage verschleiert haben um die Bank glauben zu lassen, dass es ein ganz normaler Absicherungsvorgang sei. Irgendwann, als die Verluste kam man dem Trader auf die Schliche und entschied die Positionen sofort zu schließen, sprich die Long Futures zu verkaufen, mitten in die fallenden Kurse. Diese Aktion soll direkt auch für den Crash am Montag verantwortlich gewesen sein. Denn damit könnte die SG eine Verkaufspanik ausgelöst haben. Nur wenn ich mich recht erinnere, waren die Vorgaben aus Asien bereits so mies gewesen. Das würde auf jeden Fall dagegen sprechen.
FED getäuscht, Zinssenkung adé?
Zwei Namen die Sie sich vielleicht merken sollten: MBIA und Ambac. Beide Unternehmen gehören zu den größten US-Kredit- und Anleihenversicherern. Die amerikanischen Banken versuchen aktuell Geld für die beiden Unternehmen aufzutreiben, damit es zu keiner Kreditrating-Abstufung seitens S&P, Moody’s und Fitch kommt. Denn dadurch müssten viele Banken und Investoren ihre Anlagen verkaufen, da mögliche Ausfälle nicht mehr von Unternehmen mit AAA-Rating versichert wären. Dies würde zu erheblichen Turbulenzen am Anleihenmarkt und damit auch den Börsen führen. Hier geht es also um riesige Investitionssummen die von den guten Ratings abhänging sind.
Die heutige Zinssekung dürfte nicht die letzte gewesen sein. Für die kommende Woche erwarten sich manche bei der regulären Sitzung des Offenmarktausschusses der FED eine Zinssenkung um weitere 50 Punkte. Deshalb ist eine kurzfristige Erholung durchaus möglich. Es wäre jedoch ziemlich naiv zu glauben, dass dadurch die Börsewelt wieder völlig in Ordnung wäre und man eine Party feiern könnte. Ein paar Prozenterl dürfte es schon noch runter gehen.
Um wieder an meinen vorhergehenden Eintrag anzuknüpfen. Viel Hoffnung bringen die US-Futures auch nicht. Gehandelt wird in den USA heute nicht aufgrund eines Feiertags, aber die Futures gibt es trotzdem. Diese sind aber allesamt rot.