Kursverlauf einer Aktie bei einer Übernahme: Abschlag

Takeover Übernahme KursverlaufBei einer Übernahme möchte ein Unternehmen eine börsenotierte Gesellschaft erwerben und bietet den Aktionären des Akquisitionsziels (im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots) einen bestimmten Preis je Aktie an, üblicherweise deutlich höher als der letzt gehandelte Kurs. Die Aktien machen innerhalb von wenigen Minuten einen riesen Satz nach oben, bis in die Nähe des Übernahmepreises, jedoch (gewöhnlich) nie darüber. Der Kurs notiert mit einem Abschlag. Warum ist das so?

Dieser Umstand ist auf zwei Faktoren zurückzuführen: Erstens ist die Übernahme mit Unsicherheit behaftet. Es ist jederzeit möglich, dass die Übernahme fehlschlägt. Dann würde der Kurs des Übernahmeziels wieder einbrechen.

Zweitens enthält der Abschlag eine Zinskomponente. Selbst wenn eine Übernahme fixiert wäre, dauert es trotzdem noch einige Zeit, bis die Anleger den Übernahmepreis je Aktie erhalten. Ein bestimmter Betrag ist aber heute mehr wert, als derselbe Betrag in der Zukunft. Schließlich kann er ja gewinnbringend angelegt werden. Deshalb wird der Kurs zu einem abgezinsten Wert (Barwert) gehandelt.

Beispiel: geplante Übernahme von Yahoo! durch Microsoft

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ATX: Vorsichtige Bodenbildung

Der ATX ist gerade dabei einen Boden auf dem aktuellen Niveau, zwischen der unteren Unterstützung 3600/3700 und dem oberen Widerstand bei 4000 Punkten zu bilden. Daher könnte der Index noch eine Weile seitwärts laufen. Neue Jahrestiefststände sind aber jederzeit möglich, da Unsicherheit und Volatilität immer noch vorherrschen. Entwarnung gäbe es erst, wenn der ATX den Abwärtstrend seit Mitte vergangenen Jahres durchbrechen würde, etwa ab 4100/4200, was aber derzeit äußerst unwahrscheinlich aussieht.

ATX Chartanalyse


Film: Enron – The Smartest Guys in the Room

Enron LogoWenn Sie etwas Zeit haben schauen Sie sich dieses Video an (Dauer 1h45min), oder Sie besorgen sich die DVD: Enron – The Smartest Guys.

Enron war eines der größten US-Unternehmen, welches Ende 2001 aufgrund von Bilanzfälschung in Konkurs ging. Dieser vielleicht größte Wirtschaftsskandal der USA hat dazu beigetragen, dass die US-Bilanzierungsvorschriften stark verschärft wurden.

Mehr Infos, auch zu den Bilanzfälschungsmethoden auf Wikipedia.

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Die Geschichte des Goldpreises

Gold BildNachdem ich gerade das Buch über die Geschichte der Wallstreet lese (siehe rechts oben), in welchem auch viel über die Rolle des Goldes geschrieben steht, habe ich zufällig in der aktuellen Ausgabe des ABN Amro Kundenmagazins “Märkte und Zertifikate” eine Grafik mit der Entwicklung des Goldpreises und den Ursachen entdeckt. Eines fällt auf. Die USA haben (zumindest) im vergangenen Jahrhundert den Goldpreis eindeutig ‘bestimmt’. Und für den aktuellen Goldpreis-Boom sind wieder einmal (zu einem großen Teil) die USA und die Sorge vor der dortigen Rezession verantwortlich, aber natürlich nicht alleine, bsp. Nachfrage aus Indien und China.

(Klicken zum Vergrößern)

Die Geschichte des Goldpreises


Uniqa: Was ist da im Busch?

Uniqa LogoBei Uniqa bricht der Aktienkurs weg, auch wenn es heute eine kleine charttechnische Erholung gegeben hat. Die Aktie befindet sich aber eindeutig im freien Fall. Und den Grund dafür weiß wohl niemand. Somit tauchen natürlich Gerüchte auf, bsp. über weitere Abschreibungen bei den ABS Investments. Schließlich ist das Volumen des eigenen ABS-Portfolios mit 1,2 Mrd. Euro nicht gerade klein. Das Ausmaß der Abschreibungen kann  laut Unternehmen noch nicht eindeutig beziffert werden.

Der Absturz sollte durch die Unterstützung bei 15 Euro zunächst etwas abgebremst werden. Dass dort der ‘Boden’ ist, darauf darf man sich nicht verlassen.

Uniqa Chartanalyse