Fonds-Prospekte richtig lesen

Fonds FAQZumindest bei den vereinfachten Fondsprospekten sollten Anleger laut e-fundresearch.com auf folgende Punkte achten. Ein paar dieser Empfehlungen sind ‘no na net’-Hinweise. Zum Punkt 2.4 sollte man natürlich stets berücksichtigen, dass vergangene Kursverläufe nichts über die zukünftigen aussagen. Es ist eben eine mäßige Möglichkeit ‘gute’ Fondsmanager zu identifizieren. Hier bedarf es der langfristigen Performance-Betrachtung um die kurzfristigen Glückritter herauszufiltern.

  • 1.3. An Dritte übertragende Aufgaben: Sollte ein Fonds nicht von der jeweiligen Fondsgesellschaft selbst verwaltet werden, wird das in diesem Punkt angegeben. Teilweise werden einzelne Fonds nämlich von externen Asset Managern verwaltet.
  • 2.2. Anlagestrategie des Fonds: Wer einen Fonds kauft, sollte vor allem wissen wo bzw. wie dieser investiert. Welche Kapitalmarktinstrumente können eingesetzt werden, bis zu welchem Ausmaß wird etwa in Derivate investiert? Oder wie viel Cash darf ein Fonds maximal halten bzw. in welche Währungen wird investiert und sind diese womöglich gegenüber dem Euro abgesichert?
  • 2.4. Bisherige Wertentwicklung: Im Vergleich zum Factsheet werden hier neben der roulierenden Performance über 3/5/10 Jahre die jeweiligen Erträge pro Kalenderjahr seit Auflage dargestellt. Eine wichtige Zusatzinformation für den Anleger, der damit die Bandbreite der (historischen) Erträge sieht.
  • 2.5. Profil des typischen Anlegers: Dieser Punkt zeigt anhand einer grafischen Darstellung u.a. an, wie lange ein Anleger den Fonds mindestens halten sollte. Dabei gilt: Je riskanter das Investment, gemessen an seinen Kursschwankungen, desto länger sollte man den Fonds behalten. Auch wird dargestellt, wie das Profil des typischen Anlegers, für den der Kapitalanlagefonds konzipiert ist, in Bezug auf Risikotoleranz und Anlageerfahrung, aussieht.
  • 3.2. Kosten, die dem Anteilinhaber angelastet werden: Auch diesen Punkt sollten Anleger genau studieren. Neben den (einmaligen) Ein- und Ausstiegskosten, werden hier nämlich auch diejenigen Kosten aufgelistet, die jährlich aus dem Fondsvermögen heraus bezahlt werden. Die Total Expense Ratio (Gesamtkostenquote) drückt dabei die Summe der Kosten und Gebühren eines Fonds, mit Ausnahme der Transaktionskosten und diesen vergleichbaren Kosten, als Prozentsatz des durchschnittlichen Fondsvolumens eines Geschäftsjahres aus. Je höher, desto teurer der Fonds. Die Portfolio Turnover Ratio beziffert den Transaktionsumfang auf Ebene des Fondsportfolios. Je höher dieser liegt, desto mehr Transaktionskosten fallen an. In der Performanceberechnung sind aber sowohl die Total Expense Ratio als auch die Portfolio Turnoverr Ratio bereits berücksichtigt.


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