Fremdwährungskredite in Franken 2007

Schweizer FrankenVor einigen Wochen schrieb Kompakt, eine Freitags-Beilage des Wirtschaftsblattes, dass sich der Schweizer Franken im nächsten Jahr negativ für Franken-Kreditnehmer entwickeln wird (Kompakt, 15.12.2006). Dabei stützte man sich auf die Aussagen von UBS. In der selben Woche behauptete der Format, das österreichische Wirtschaftsmagazin, genau gegenteiliges („Der Franken freut die Häuslbauer, Ausgabe 50, 2006, S.77).

Wer hat nun recht?

Kompakt schreibt, dass die Experten der UBS erwarten, dass die Schweizer Nationalbank noch länger an der Zinsschraube drehen wird, wodurch der Zinsvorteil gegenüber dem Euro Raum schrumpft. Folglich führen die steigenden Zinsen zu einer Aufwertung des Franken. Damit würde die Kreditrückzahlung in CHF teurerer werden.

Format stützt sich auf die Aussagen des Finanzierungsexperten Gerhard Massenbauer, welcher meint, dass der Schweizer Franken weiter an Wert verlieren wird und die Zinsschere weiter auseinander klaffen wird. Dadurch würde sich die Kreditrückzahlung aber verbilligen.

Viele Experten sind sich einig, dass sowohl die Schweizer Nationalbank als auch die EZB weiter ihre Zinsen erhöhen werden, um Inflationsängsten entgegenzutreten. Folglich könnten die Zinsunterschiede relativ gleich bleiben. Der Wechselkurs dürfte ebenfalls konstant um 1,60 CHF bleiben. Daher hat weder der eine, noch der andere Artikel vollkommen recht.

Mit diesem Beispiel möchte ich verdeutlichen, wie unzuverlässig nur eine Informationsquelle sein kann. Daher sollte man bei wichtigen Investitionsentscheidungen stets mehrere Meinungen einholen und diese dann abwiegen.


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