Urlaub, WM und Sommer: Alles ist wichtiger als Traden

Ich konnte mich heute bewegen wieder einmal etwas für das Trading Depot zu tun. Neben Arbeit und Urlaub, WM und Sommer kann es einem schon schwer fallen sich für Aktien und Finanzen zu interessieren. Man tut eben nur das Notwendigste, Girokonto checken und Rechnungen bezahlen. ;)

Das letzte Mal, dass ich mir den Markt etwas genauer angeschaut habe war vor etwa einem Monat. In der Zwischenzeit hat sich aber nicht sonderlich viel getan. Die Märkte konnten weiter leicht zulegen, ohne jedoch signifikante Kursgewinne. Der Kursverfall der oft mal vor dem Sommer einsetzt, kam heuer nicht. Kein Wunder auch mit derart viel Liquidität und mangels Anlagealternativen. Kann es ewig so weiter gehen. Nein, wahrscheinlich nicht, aber meist länger als man glaubt.

Nun was macht man also, um sich wieder mal upzudaten? Am besten kurz mal einen Blick auf einen wichtigen Aktienindex werfen, oder auch zwei, wie beispielsweise S&P 500 und DAX.

dax_spx

 

Hierbei fällt auf, dass US Aktien weiter leicht gestiegen sind, wie oben bereits erwähnt. Die deutschen Aktien sind aber relativ schwach. Obwohl der DAX ein Performanceindex ist und Dividenden (aktuell Dividendensaison) in den Index reinvestiert werden (im Gegensatz zum S&P 500), haben sich deutsche Aktien schlecht entwickelt. Dies könnte möglicherweise saisonal bedingt sein, oder auch das geringere Wachstum Europas widerspiegeln. Eigentlich ist es aber nicht besonders wichtig, da der Kursverfall eher eine kleine Korrektur zu sein scheint. Beim Traden muss man ja sowieso von Aktie zu Aktie gehen.

Bei meiner heutigen Recherche konnte ich fünf Unternehmen identifizieren, die sowohl fundamental als auch charttechnisch interessant sind. Alle brauchen jedoch noch etwas Zeit, bevor sich ein Kaufsignal ergibt, Zudem heißt es möglicherweise auch noch die Unternehmenssaison abzuwarten, die ja bereits in zwei Wochen wieder ansteht.

Also in der Zwischenzeit heißt es weiter Arbeiten, Urlaub genießen, WM schauen oder einfach nur Sommer genießen. Fürs Trading ist danach auch noch Zeit. :D

Spendenkonten für Südosteuropa

Caritas Österreich, „Hochwasserhilfe Südosteuropa“, PSK, IBAN: AT92.6000.0000.0770.0004, BIC: OPSKATWW

Österreichisches Rotes Kreuz, „Flut in Südosteuropa“, Erste Bank, IBAN: AT57.2011.1400.1440.0144, BIC: GIBAATWWXXX

Diakonie Katastrophenhilfe, „Fluthilfe“, Erste Bank, IBAN: AT85.2011.1287.1196.6333, BIC: GIBAATWWXXX

Malteser Hospitaldienst Austria, „Hochwasserhilfe Südosteuropa“, PSK, IBAN: AT43.6000.0000.0100.0999, BIC: OPSKATWW

Volkshilfe Nothilfe, „Hochwasser am Balkan“, PSK, IBAN: AT77.6000.0000.0174.0400, BIC: OPSKATWW

Hilfswerk Austria International, „Hochwasser Bosnien“, BAWAG P.S.K., IBAN: AT71 6000 0000 9000 1002, BIC: OPSKATWW

Warum technische Analyse von Profis gemieden wird

Andreas Clenow, Finanzblogger und Managed Futures Experte (Buch: Following the Trend – Diversified Managed Futures Trading (Wiley Trading)), versucht in einem aktuellen Blogartikel zu erklären, warum technische Analyse unter professionellen Investoren nicht sehr angesehen ist.

Seiner Ansicht nach ist technische Analyse mittlerweile zum Spielfeld für Scharlatane und Trickbetrüger verkommen. Zahlreiche Experten und Anbieter für Schulungen profitieren vom Geschäft mit der unendlichen Anzahl an Indikatoren. Mit der Fibonacci Zahlenreihenfolge versucht man etwas Mystisches zu verkaufen. Die vielen Kerzenformationen runden das Angebot ab. Das ganze Spektrum wird dadurch nicht mehr seriös nutzbar.

Technische Analyse kann man verwenden. Da bin ich einer Meinung mit Clenow. Jedoch sollte man sich auf Basics konzentrieren (Unterstützungen, Widerstände, Durchschnitte). Auch Hedge Fonds und CTAs verwenden technische Analyse, laut Clenow. Das wichtigste dabei ist nicht einfach blind darauf zu vertrauen, dass Chartanalysen auch jederzeit funktionieren werden. Jede Trading Idee sollte mit einem kritischen Blickwinkel betrachtet werden.

Quelle: .followingthetrend.com

Die Parasiten der Finanzindustrie

So betitelt der US-Finanzblogger und US-Marktexperte Barry Ritholtz einen Beitrag auf seiner Homepage. Er erklärt, warum er die folgenden Finanzmarktakteure als Marktparasiten ansieht. Teils zurecht, aber auch teils zu unrecht.

Dachfonds: Kann ich irgendwie verstehen. Wenn die meisten Fondsmanager es nicht schaffen einen Index zu schlagen, wie sollen sie es dann schaffen Fonds auszuwählen die wiederum einen Index outperformen. Obendrein sind sich auch ordentlich teuer.

Retail Broker: Trotz Konkurrenzkampf und fallenden Einnahmen kommen noch immer neue Broker dazu. Man kann sie kritisieren, aber irgendwer muss die Struktur für den privaten Börsenhandel aufstellen. Das geht nun mal nur über Broker.

Finanzexperten (aus diversen Medien): Zurecht. Seit der Sache mit Markus Frick in Deutschland (Endstation Gefängnis), sollte das eigentlich für die meisten eine Lehre gewesen sein. Nachfolger wie Dirk Müller („Mr. Dax“) gehen es etwas geschickter an. Sollte man aber am besten ignorieren und ihre Börsenbriefe nicht kaufen.

Börsenbriefe: Gut, hier muss man zwischen vertrauenswürdigen und unseriösen Anbietern unterscheiden. Gut Erfahrungen hatte ich mit dem Austria Börsenbrief. Den gibt es aber auch schon mehr als 20 Jahre in Österreich. Die anderen Angebote des Verlags gefallen mir dagegen überhaupt nicht. Anbieter die jede Woche duzende Trading-Ideen liefern, ohne nachvollziehen zu können, wie gut diese Ideen waren, kann man in die Tonne werfen. Spezialisierte Briefe, die selektiv bestimmte Werte vorstellen und diese in das Musterdepot aufnehmen, dabei jeden Verlust/Gewinn transparent und richtig darstellen, kann man ja mal Test. Als Ideengeber für die eigenen Entscheidungen kann man diese Experte hinzuziehen.

Public Relations/Investor Relations: Diese gehören logischerweise zu jedem an der Börse notiertem Unternehmen dazu. Sind sie nicht vorhanden, sollte man besser die Finger von der Aktie lassen. Macht sie zu viel Wind, ist es auch nicht gut.